Katholische Jugendverbände fordern neue Wege aus der Finanzkrise

Anna-Lena Jedrowiak aus der BDKJ Region Rhein-Erft bei der intensiven Antragsdebatte zu dem Beschluss zur Finanzkrise „jung, gläubig und sozial“
Anna-Lena Jedrowiak aus der BDKJ Region Rhein-Erft bei der intensiven Antragsdebatte zu dem Beschluss zur Finanzkrise „jung, gläubig und sozial“

Rund hundert Delegierte der katholischen Jugendverbände – darunter rund zehn aus dem Rhein-Kreis Neuss – haben am ersten Adventswochenende auf der Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln getagt. Neben den Vorstandswahlen standen vor allem die weltweite Finanzkrise und ihre Auswirkungen und Herausforderungen für die junge Generation im Fokus.

„Wir dürfen die Diskussion um das Schuldenthema nicht mehr länger allein den Expertinnen und Experten überlassen. Wir müssen in Zeiten der Krise wieder sprachfähig werden, weil Kinder und Jugendliche deren Folgen am deutlichsten zu spüren bekommen“, erläutert BDKJ-Präses Dirk Bingener den Leitbeschluss der Versammlung „Jung, gläubig und sozial“. „Als jungen Christinnen und Christen fordern wir von der Politik einen Wertmaßstab, der den Blick für das Wohl des Menschen nicht verliert.“
 
„Die katholische Soziallehre mit ihren vier Prinzipien Personalität, Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit bietet gute Kriterien für politische Wege aus der Krise. Die Wirtschaft und die Finanzmärkte müssen im Dienst der Menschen stehen“,  betont BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Schütte. So fordern die Jugendverbände einen Schuldenabbau, der die individuellen Lebensentwürfe der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.
 
Bei den Wahlen wurde die Leitung des Diözesanverbandes in ihren Ämtern bestätigt. Der Neusser Olaf Reinartz wurde in den Diözesanausschuss und damit in das höchste beschlussfassende Gremium des Verbandes gewählt.