Kirchen sollen geöffnet werden: Helfer gesucht

Auch St. Pankratius in Nievenheim soll geöffnet werden. Foto: TZ
Auch St. Pankratius in Nievenheim soll geöffnet werden. Foto: TZ
Der Sachausschuss "Glaubensweitergabe" des Pfarrgemeinderats im Seelsorgebereich Dormagen-Nord möchte die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienste öffnen und sucht Helfer, die ein wenig Zeit investieren.

Der Ausschuss unterstützt mit einem Aufruf ein Anliegen des Pastoralteams um Klaus Koltermann, den leitenden Pfarrer in Nievenheim, Delhoven, Straberg, Gohr, Delrath und Stürzelberg. „Wir haben in unserem Seelsorgebereich sehr schöne Kirchen. Ist es da nicht eine Schande, dass wir sie nur zu den Gottesdienstzeiten öffnen können, weil wir befürchten müssen, dass Unfug gemacht wird oder sogar größere Schäden durch Vandalismus entstehen könnten? Dabei würden doch vielleicht Kinder, die zum Kindergarten gebracht werden, gern ein Kerzchen anzünden und diesen besonderen Raum auf sich wirken lassen", heißt es. Oder Menschen mit einem dringenden Gebetsanliegen würden gern vor dem Tabernakel ihr Anliegen vor Gott tragen.
 
"Deshalb möchten wir wenigstens für eine oder zwei Stunden in der Woche unsere Kirchen offen halten, das aber dann regelmäßig. Das können wir aber nur riskieren, wenn in dieser Zeit die Kirche nicht völlig leer ist, sondern wenigstens ein Beter oder eine Beterin in der Kirche anwesend ist, damit sich etwaige Übeltäter beobachtet wissen", so die Ausschussmitglieder. Sie suchen Mitstreiter, die sich vorstellen können, ein bis zwei Mal im Monat für eine Stunde tagsüber in der Kirche zu sein und dort zu beten und zu wachen.
 
In den Kirchen liegen Listen aus. Je mehr Menschen sich eintragen, desto seltener kommt der einzelne dran. "Wenn Sie zwar interessiert sind, aber sehen, dass noch niemand sonst auf der Liste steht, scheuen Sie sich bitte nicht, sich trotzdem einzutragen – Sie übernehmen damit nicht die Verpflichtung, jede Woche da sein zu müssen! Denn: Sollten sich weniger als zwei Personen eintragen, können wir in dieser Gemeinde leider die Kirche nicht öffnen“, so Pastor Koltermann