Kirchenfenster-Ausstellung im Kloster Knechtsteden

Kirchenfenster ganz nah: Ausstellung im Kloster. Foto: TZ
Kirchenfenster ganz nah: Ausstellung im Kloster. Foto: TZ

Die Stadt Neuss hat ein Fenster gestiftet, ein Männergesangverein und eine schlesische Jungfrau ebenso: Das und vieles mehr zeigt die Ausstellung „Die Glasfenster der Basilika Knechtsteden“ im Kreuzgang des Spiritaner-Klosters.

Großformatige Fotos zeigen im Maßstab 1:1, was sich sonst nur in lichter Höhe erahnen lässt: die Glasmalereien und die Inschriften der Kirchenfens­ter, die in den Jahren 1889 von 1913 gestiftet wurden. Da gibt es etwa das Bild der frommen Anna Marie Mechthildis Neuhof, de­ren Stiftung ihr den Namen „Tempelmadamm“ eingetragen hat, oder einen Teufel, der grimmig hinter dem Gewand der heiligen Juliana hervorlugt.

Während der Renovierung des Innenraums der Basilika in den Jahren 2012 und 2013 sind die Aufnahmen aus nächster Nähe entstanden. Dieter Bähren, Leiter der Abteilung „Fotokunst“ des in Knechtsteden beheimateten Kunstvereins Galeriewerkstatt Bayer Dormagen, und Ste­phan Großsteinbeck, Vorstandsmitglied des Fördervereins für das Missionshaus, waren tagelang mit Stativ und Superweitwinkel auf den Gerüsten der Handwerker unterwegs.

Mit ihren Bil­dern dokumentieren sie die Fenster, die beim Wiederaufbau der Basilika nach dem Brand 1869 eingesetzt worden sind. Die Ausstellung ist bis zum 30. November täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.