Kloster Knechtsteden: Ausstellung über die Ordensbrüder der Spiritaner

Spiritanerbrüder während der NS-Zeit: Eine neue Ausstellung im Kloster Knechtsteden berichtet davon.
Spiritanerbrüder während der NS-Zeit: Eine neue Ausstellung im Kloster Knechtsteden berichtet davon.

„Ordensbrüder haben zum Teil Erstaunliches, ja Verwunderliches geleistet - aber sie sind mit keiner Suchmaschine im Internet zu finden“, erklärt Spiritanerpater Konrad Breidenbach, warum die Spiritaner die aktuelle Ausstellung im Kloster Knechtsteden dem Thema Spiritanerbrüder gewidmet haben: „Das Leben und Wirken der Ordensbrüder wurde und wird kaum wahrgenommen, dem wollten wir ein Ende setzen.“

Zusammen mit Belinda Peters, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Spiritaner, hat Breidenbach die Ausstellung lange vorbereitet. „Das die Brüder oft still und in der zweiten Reihe gewirkt haben, hat sich auch in den Texten und Bildern, die uns von ihrer Arbeit überliefert sind, niedergeschlagen“, berichtet Peters, die auch das Archiv der deutschen Spiritaner leitet.

„Es war nicht einfach, die Bilder und Gegenstände für die Ausstellung zusammenzutragen.“ Trotzdem ist es den beiden Ausstellungsmachern gelungen, die besondere Lebensweise und das Wirken der Spiritanerbrüder in Deutschland und in Übersee spannend und unterhaltend in Szene zu setzen. Zahlreiche historische Aufnahmen und originale Objekte aus den Werkstätten oder aus den Nachlässen einzelner Brüder lassen das Leben eines Ordensbruders verständlich werden und berichten von besonderen Originalen und Charakteren unter ihnen.

„Auf eine Eröffnungsveranstaltung mit einem Einführungsvortrag und ein Begleitprogramm zur Ausstellung werden wir angesichts der Coronakrise verzichten“, bedauert Breidenbach, der jedoch nicht ausschließt, dass zu einem späteren Zeitpunkt ergänzende Veranstaltungen zur Ausstellung angeboten werden. Die Ausstellung im Kreuzgang des Missionshauses ist bis August 2021 täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Ein Zugang ist ausschließlich durch die Basilika möglich.