Kloster Knechtsteden: Pater Breidenbach feierte Goldenes Priesterjubiläum

Spiritaner-Pater Konrad Breidenbach wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Foto: TZ
Spiritaner-Pater Konrad Breidenbach wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Foto: TZ

„Ich bin privilegiert, denn ich hatte die Möglichkeit, Dinge aufzubauen und Neues zu gestalten“, sagt Spiritaner-Pater Konrad Breidenbach. Und dann zählt er auf: die Bildungsstätte „Libermannhaus“, das Studentenseminar in Hangelar, die Bewegung der Laien-Spiritaner, die Integration afrikanischer Mitbrüder und die Ausstellungen von Beständen des früheren Missionsmuseums im Kloster Knechtsteden. Dort, in der Basilika, feierte Breidenbach sein Goldenes Priesterjubiläum.

1940 auf einem Bauernhof bei Wipperfürth geboren, absolvierte er sein Noviziat in Heimbach, studierte Philosophie und Theologie in Knechtsteden beziehungsweise St. Georgen und wurde 1969 von Kardinal Joseph Höffner geweiht. Breidenbach war Provinzial der Spiritaner, Schulseelsorger und Ökonom im Heilig-Geist-Gymnasium in Broich und ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Spiritaner-Stiftung.

Besonders das Libermannhaus hatte es ihm angetan: „Das war eine tolle, reiche Zeit. Die Jugendlichen kamen in Scharen und waren noch wirklich an religiösen Themen interessiert.“ Heute erkennt der Jubilar großen Veränderungsbedarf in der Kirche: „Der Klerikalismus ist nicht mehr angebracht, der Zwangszölibat auch nicht, und Männer und Frauen sollten auf allen Ebenen gleichbehandelt werden“, sagt er.