Kloster Langwaden: 50-Jahr-Feier geht zu Ende

Jubiläumsfreude: Graf Nesselrode und Prior Bruno. Foto: TZ
Jubiläumsfreude: Graf Nesselrode und Prior Bruno. Foto: TZ
Bertram Graf von Nesselrode kann sich noch gut an Zisterzienser-Pater Norbert Vodenka erinnern: „Er war ein Hüne von Mann, hatte aber das Gemüt und den Glauben eines Kindes.“ Vodenka war es, der am 8. Dezember 1961 mit Nesselrodes Vater Hermann den Pachtvertrag schloss, der den Mönchen fortan eine Heimat bot im damaligen Schloss Langwaden, das damit zum Kloster wurde.

Am Donnerstag, 8. Dezember, also genau 50 Jahre später, feiert Weihbischof Heiner Koch ab 11 Uhr eine heilige Messe in der Kapelle des Hauses und beschließt damit ein großes Jubiläumsjahr. Graf Nesselrode trug zur Zeit der Vertragsunterzeichnung „noch kurze Hosen“, wie er sagt, aber an den mühsamen Beginn der Zisterzienser denkt er oft heute noch. Die gräfliche Familie hatte das Anwesen 1913 von einem Offizier gekauft, aber wenig Glück damit: In den 1930er Jahren zog der Reichsarbeitsdienst ein, und nach dem Krieg verließen die dort untergebrachten Flüchtlinge das Haus „in sehr verwahrlostem Zustand“, wie der damalige Graf den Zisterziensern schrieb. „Deswegen empfand mein Vater die Lösung mit dem Kloster auch als sehr gut“, so Bertram von Nesselrode. 

Dass das Werk tatsächlich gelang, sei neben den nimmermüden Mönchen besonders zwei Männern zu verdanken: Der frühere Generalabt Dr. Sieghard Kleiner habe „immer die Hand drüber gehalten“, und Dr. Paul Derstappen an der Spitze des Fördervereins habe „sein Herz für Langwaden mehr als einmal unter Beweis gestellt“.