Knechtstedener Basilika wird wieder eröffnet

Gerüste haben die Basilika in Knechtsteden fünf Monate geprägt.
Gerüste haben die Basilika in Knechtsteden fünf Monate geprägt.
Nach fünfmonatigen Reparatur- und Anstricharbei­ten hat die Zeit der Gerüste ein Ende: Die Basilika des Spiritaner-Klosters Knechtsteden erstrahlt im neuen Glanz. Mit einem Festhochamt wird die Wiedereröffnung gefeiert.
 
Die heilige Messe beginnt am Sonntag, 7. Juli, um 10.30 Uhr. Ab dann werden die Gläubigen, die während der Renovierungsarbeiten nach Westen – in Richtung des provisorischen Altars – schauten, dem Knechtstedener Fresko mit Christus, dem Allherrscher (Pankreator), wieder den Rücken zukehren. In seiner Osterpredigt zu Beginn des Projekts hatte Pater Her­mann-Josef Reetz, der Rektor der Basilika, darauf hingewiesen, dass es manchmal gut sei, wenn eine Kirche „umgedreht“ werde. „Vielleicht“, so der Ordensmann, „hätten wir dann Jesus Christus besser im Blick als sonst."
 
Nicht nur die Gottesdienstbesucher zogen um, auch das Gnadenbild kehrte an seinen angestammten Platz zurück. Die Schmerzhafte Mutter von Knechtsteden zog von einem provisorischen Altar im Westflügel des Kreuzgangs, wo sie den Betern zum Greifen nahe war, zum rechten Vierungspfeiler – hoch über die Köpfe der Gläubigen.
 
Nach 23 Jahren war der Innenraum der Wallfahrtsbasilika durch Risse und Ausbrüche im Putz, Feuchtigkeitsschäden, die starke Verschmutzung durch Staub und Ruß im Gewölbebe­reich sowie an den Decken und Wänden notwendig geworden. Bei durchschnittlich 800 bis 1000 Messbesuchern an jedem Wochenende war eine Schließung der Basilika während der fünf­monatigen Arbeiten für die Ordensleute undenkbar. Daher wurden die Sanierungsarbeiten auf zwei Bauabschnitte verteilt, während derer jeweils eine Hälfte der romanischen Kirche für Gottesdienste zur Verfügung stand.
 
Die Gesamtfinanzierung der Maßnahme war nur möglich mit Hilfe der Unterstützung durch den Rhein-Kreis Neuss, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und einen großzügigen Zu­schuss durch das Erzbistum Köln. Der Förderverein für das Missionshaus Knechtsteden steuerte den Eigenanteil der Spiritaner in Höhe von 35 000 Euro bei.