Knechtstedener Christus-Fresko wird restauriert

Das Christus-Fresko in der Knechtstedener Basilika wird einer sogenannten restauratorischen Wartung unterzogen. Foto: TZ
Das Christus-Fresko in der Knechtstedener Basilika wird einer sogenannten restauratorischen Wartung unterzogen. Foto: TZ

Es gilt als eines der kostbarsten Wandmalereien des Rheinlands: das Christus-Fresko in der romanischen Basilika von Knechtsteden. Nun wird das Kunstwerk restauriert. Im Jahr 2014 waren bei einer Reinigung Schäden festgestellt worden.

„Aufgrund von Malschicht-Lockerungen ist jetzt eine konservatorische Arbeit, eine sogenannte restauratorische Wartung erforderlich“, berichtet Stephan Großsteinbeck, Vorstandsmitglied des Fördervereins für das Missionshaus Knechtsteden. Das Erzbistum übernimmt zwei Drittel der Kosten, die Freunde des Spiritaner-Klosters tragen den Rest.

Die bisher letzte Restaurierung hatte im Jahr 2001 stattgefunden. Das Fresko ist um 1160 entstanden, also in der Bauzeit der Basilika, die von 1138 bis 1180 dauerte. Das Gemälde wurde in den feuchten Putz gemalt. Kontur, Binnenzeichnung und Farben, Abtönungen, Licht und Schatten wurden erst später hinzugefügt.

Im Zentrum des Freskos befindet sich Christus, der Weltenherrscher, auf einem Sphärenbogen sitzend und über dem Erdkreis thronend. Mit der linken Hand hält er ein Buch, die rechte zeigt den Segensgestus. Erst bei Renovierungsarbeiten nach dem Kirchenbrand von 1869 wurde das damals übermalte Fresko wiederentdeckt und von 1882 bis 1887 freigelegt.