Kronenberg wird Krankenhausseelsorger – Einschnitte für Neusser Gemeinden

Kronenberg wird Krankenhausseelsorger – Einschnitte für Neusser Gemeinden
Im Sommer wird sich Pfarrer Friedhelm Kronenberg nach jahrelangem Einsatz in Neuss aus der Quirinusstadt verabschieden. Für die Gläubigen in der Pfarreiengemeinschaft „Rund um die Erftmündung“ bedeutet diese Personalie drastische Einschnitte.
 
Pfarrer Kronenberg war zuletzt als Seelsorger für Menschen mit Behinderungen im Rhein-Kreis Neuss tätig und half nebenbei im Seelsorgebereich Erftmündung: Taufen, Trauungen und Eucharistiefeiern hat er geleitet und so den Kontakt zu den Menschen gehalten in dem Bereich, in dem er viel früher auch bereits als Kaplan tätig gewesen war. Kronenberg war auch Stadtjugendseelsorger in Neuss und Pfarrverweser in den Gemeinden Hl. Dreikönige und St. Pius gewesen.
 
Der Geistliche wechselt in ein somatisches Krankenhaus als Krankenhauspfarrer mit halber Stelle und ist mit den anderen 50 Prozent als Pfarrvikar in Düsseldorf eingesetzt, und zwar ab 15. August 2017. Zuvor, am Samstag, dem 15. Juli 2017, besteht die Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden. Ab 14 Uhr sind alle in das Pfarrzentrum von St. Cyriakus (Grimlinghausen) eingeladen, die Feier wird in die 17 Uhr-Messfeier münden.
 
Pfarrer Dr. Willi Klinkhammer dankt bereits jetzt seinem priesterlichen Mitbruder herzlich für seine Arbeit. „Unter anderem ist durch seine Mitwirkung in einer der Gemeinden möglich gewesen, dass beispielweise die drei österlichen Tage von Gründonnerstag angefangen bis zur Feier der Osternacht sowie die Christmette an Weihnachten in allen vier Kirchorten angeboten und gefeiert werden konnten. Dies wird ab Winter 2017 nicht mehr möglich sein“, kündigt er zugleich harte Einschnitte ein. Für die Gläubigen in den vier Gemeinden, die in vier voneinander getrennten Stadtteilen mit teilweise dörflicher Struktur liegen, wird es also in Zukunft nicht mehr möglich sein, die höchsten Feste des Glaubens in „ihrer“ Kirche zu feiern.
 
Den Pfarrgemeinderat bittet Pfarrer Klinkhammer, an Lösungen mitzuarbeiten: „Wie können wir mit weniger Priestern im Bereich welche Festtagsgottesdienste wie Ostern, Weihnachten, Pfingsten, Fronleichnam feiern und welche Alternativen gibt es, wenn die zur Zeit noch zwei Pfarrgeistlichen – unterstützt von Pfarrer Elmar Kirchner aus der Innenstadt als Aushilfe – durch Krankheit, Urlaub oder Fortbildung zum Teil ausfallen?“