Mariä-Geburts-Oktav in Noithausen

Das Gnadenbild von Noithausen. Foto: TZ
Das Gnadenbild von Noithausen. Foto: TZ
Die Psalmen stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Mariä-Geburts-Oktav in Noithausen. „Im Lauf der Wallfahrtswoche werden an die 1000 angemeldete Pilger nach den Gottesdiensten im Pfarrzentrum von ehrenamtlichen Helfern mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen verpflegt“, berichtet Helga Zaudig von der katholischen Frauengemeinschaft.
 
„Natürlich ist die Besucherzahl der Gottesdienste insgesamt noch höher. Sehr gut besucht sind in der Regel die Messen zur Eröffnung und zum Abschluss der Oktav mit den Prozessionen“, ergänzt Ulrich Filler, Pfarrvikar im Grevenbroicher Pfarrverband „Elsbach/Erft“. Wann und wodurch Noithausen zum Wallfahrtsort wurde, ist weitgehend unbekannt. Es gibt jedoch alte Dokumente wie die Schrift eines Rektors von 1812, die die „Wahre Abbildung des berühmten Gnadenbildes zu Noithausen“ belegen. 

Die Eröffnungsandacht beginnt am Sonntag, 12. September, um 19 Uhr in der Kirche, in der das Gnadenbild steht, das Weihbischof Dr. Rainer Woelki voriges Jahr mit einem Krönchen versehen hat. „Das Geheimnis der Kirche und das Geheimnis Mariens als Mutter der Kirche entfalten sich in den Psalmen“, heißt es in Noithausen. Deshalb steht die Wallfahrt ganz im Zeichen der alttestamentarischen Lobgesänge. In jedem Gottesdienst und jeder Andacht legen Priester einen Psalm aus. Zu den Predigern gehören der ehemalige Kreisdechant Monsignore Winfried Auel genauso wie Pfarrer Willi Steinfort aus Grevenbroich, Zisterzienser-Pater Basilius Ullmann aus Langwaden oder Kaplan Ulrich Eßer aus der Innenstadt-Gemeinde St. Peter und Paul, der kürzlich die Priesterweihe empfangen hat und den Primizsegen spenden wird. 

Wer glaubt, dass sich nur Senioren auf den Weg machen, wird sich getäuscht sehen. „Allein zum Gottesdienst mit den Kindern am Mittwochnachmittag werden 250 bis 300 Jungen und Mädchen aus dem Seelsorgebereich erwartet“, so Filler. Jugendliche der Katholischen Hauptschule Grevenbroich haben sich ebenso angesagt wie Feuerwehrleute oder Pilger, die mit dem Rad anreisen. Darüber hinaus feiert Kreisjugendseelsorger Marcus Bussemer am Freitag, 17. September, ab 19 Uhr eine Jugendmesse zur Messdiener-Wallfahrt. Aus fast allen Gemeinden des Grevenbroicher Stadtgebiets werden Gäste erwartet. Hinzu kommen Besucher aus dem benachbarten Bistum Aachen. Jeden Tag stehen mehrere Gottesdienste auf dem Programm, darunter einer im Geist der Ökumene. Pfarrerin Petra Reitz gestaltet ihn am Mittwoch, 15. September, ab 19 Uhr. Den Festgottesdienst zum Abschluss feiert am Sonntag, 19. September, ab 9.30 Uhr Herbert Ullmann, früher Dechant im Neusser Süden und heute Direktor des Collegium Albertinum in Bonn. Studenten des Erzbischöflichen Theologenkonvikts begleiten ihn.