Fronleichnam in der Neusser Innenstadt

Marienberg versammelt sich hinter Schulfahne

Marienberg versammelt sich hinter Schulfahne
Die Schulgemeinde des Gymnasiums Marienbergs versammelte sich mit Vertreterinnen aus jeder Klasse hinter der Schul- und Prozessionsfahne, die im Auftrag der Elternpflegschaft in der Paramentenwerkstatt des Klosters Mariendonk am Niederrhein angefertigt wurde.

In Zusammenarbeit mit Herrn Hubert Spierling, dem Künstler, der die Fenster unserer Kapelle geschaffen hat, haben die Benediktinerinnen zunächst den Entwurf und dann auch die Ausarbeitung angefertigt. Über dem Schriftzug Schule Marienberg am unteren Rand der Vorderseite ist auf blauem Grund das Hauptmotiv der Fahne die Marienberger Madonna zu sehen. Auf der Rückseite der Figur in unserer Kapelle, von der vor der Renovierung eine vergrößerte Kopie auf dem Seitenaltar gestanden hat, ist die Jahreszahl 1439 eingeschnitzt. Von den Anfängen an hat diese Figur die Geschichte von Kloster und Schule begleitet. Unzählige haben im Laufe dieser Zeit im Blick auf dieses Bild gebetet. Den Bogen über den beiden die Mariendarstellung einrahmenden Säulen bilden die Worte aus einem der ältesten Marienlieder, dessen Anfangsworte auf der Rückseite zu sehen sind:

ITER PARA TUTUM – den sicheren Weg bereite! Indem Maria uns auf Christus verweist, den sie uns auf ihrem Arm entgegenhält, erfüllt sie diese Bitte. Sie will uns und unser Gebet zu dem führen, der allein von sich sagen kann: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6).

Das Fronleichnamfest am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest feiert die Eucharistie als Opfer, Kommunion (Opferspeise) und - wegen der Realpräsenz Christi im Tabernakel - als Gegenstand der Anbetung. Es ist ein Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes, das eigentlich Gründonnerstag gefeiert werden müsste, aber der Passionswoche wegen als unangebracht empfunden wurde. Es wurde deshalb - in einer Zeit, als der Osterfestkreis mit Pfingsten 50 Tage nach Ostern schloss - an das Ende der österlichen Zeit gelegt.

Im Anschluss an die Prozession trafen sich die Marienbergerinnen mit Herrn Burdich und weiteren Mitgliedern des Lehrerkollegiums im Eiscafe. Dies ist eine jahrelange Tradition im Anschluss an das gläubige Wallen durch die Innenstadt.

Foto zum Artikel: Olaf Gruschka