Nachgeforscht: Zuschusskürzungen für kirchliche Einrichtungen und Projekte in Neuss

Jugendliche können auch weiterhin ins
Jugendliche können auch weiterhin ins "Haus der Jugend" gehen
Im Entwurf für den Haushaltsplan 2013 der Stadt Neuss waren zahlreiche Kürzungen vorgesehen, auch und vor allem katholische Einrichtungen sollten darunter leiden (katholisch-im-rhein-kreis-neuss.de berichtete). Mitte Dezember hat der Stadtrat den Haushalt mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition beschlossen.
 
Bis auf eine Ausnahme stimmten die Politiker den Kürzungsvorschlägen der Stadtverwaltung nicht zu. Teilweise beschlossen sie aber veränderte, d.h. geringere Kürzungen:
  • Der Zuschuss für den Betrieb des Jugendzentrums „Haus der Jugend“ (rund 107.000 Euro) in der Neusser Innenstadt sollte ganz gestrichen werden. Dagegen hatten die Kinder und Jugendlichen aus dem Jugendzentrum mehrfach massiv und lautstark demonstriert. Auch Kreisdechant Msgr. Assmann nahm an der Debatte im Jugendhilfeausschuss teil und protestierte gegen die Kürzungen, aber auch gegen den Umgangsstil der Stadtverwaltung. Am Ende wurde beschlossen, dass die Zuschüsse für die Jugend- und Kulturarbeit in der Innenstadt um 32.000 Euro gekürzt werden. Dazu sollen neben dem „Haus der Jugend“ auch die städtischen Einrichtungen „Cafe Greyhound“ und „Kulturforum Alte Post“ beitragen.
  • Die Förderung des „Familienforums Edith Stein“ (rund 135.000 Euro) sollte innerhalb von zwei Jahren vollständig gestrichen werden. Diese Kürzung wird auf fünf Jahre gestreckt werden. In diesem Zeitraum will der Träger, die katholische Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung Neuss e.V. sich effizienter aufstellen, u.a. sein Angebot an einem Standort (statt bisher in zwei Häusern) konzentrieren. Der Verein ist entschlossen, die Kürzungen nicht mit Abstrichen am pädagogischen Programm und dem dafür tätigen Personal auszugleichen.
  • Die Förderung von verschiedenen Projekten der Kirchenmusik in Höhe von 5.000 Euro wird ab 2013 eingestellt.
  • Zuschüsse zu den Martinszügen in Höhe von rund 8.000 € sollte es nach den Plänen der Verwaltung nicht mehr geben. Diesem Vorschlag stimmten die Politiker nicht zu.
  • Die kirchlichen Büchereien sollten auf ihren Zuschuss in Höhe von insgesamt rund 7.000 Euro verzichten. Auch dieses Sparziel lehnten die Politiker ab.