Nettesheim: kfd St. Martinus strickt das Dorf bunt

Martina Fünger von der kfd St. Martinus in Nettesheim ist jetzt Expertin im Guerilla-Stricken. Foto: TZ
Martina Fünger von der kfd St. Martinus in Nettesheim ist jetzt Expertin im Guerilla-Stricken. Foto: TZ
Ziemlich bunt haben es die kfd-Frauen in der Gemeinde St. Martinus getrieben: Sie strickten, was das Zeug hielt, und verschönerten mit ihren Arbeiten so manche Ecke ihrer Heimat. Entstanden ist das sogenannte Guerilla-Stricken 2005 in Houston im US-Bundesstaat Texas. Es handelt sich um eine Form der Straßenkunst, bei der Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. In Deutschland waren 2010 in Frankfurt am Main die ersten öffentlichen Strickarbeiten zu sehen, jetzt sind Nettesheim, Butzheim und Anstel an der Reihe.
 
Vorstandsmitglied Martina Fünger und ihre Mitstreiterinnen von der kfd bezogen ganze Sitzbänke, Baumstämme und Straßenlaternen mit ihren Strickereien und sorgen damit für eine Öffentlichkeitsarbeit der besonderen Art. „Hauptsache bunt“ lautete die Devise, ansonsten gab es nach den Worten von Fünger keine Vorgaben. „Wir haben uns nur zwei Mal getroffen“, berichtet sie von den problemlosen Vorbereitungen, denen dann die eigentliche Strickarbeit zu Hause folgte. Etwa vier Stunden benötigte eine geübte Strickerin für eines der an Platzdecken erinnernden Produkte, mit der etwa die Sitzbank am Ehrenmal komplett bedeckt ist. Die überraschenden Farbkleckse erregten sofort die Aufmerksamkeit der Passanten und Anwohner. Schon beim Schmücken stießen die kfd-Frauen auf reges Interesse.