Neue Broschüre über Fußfälle der Nettesheimer Pfarrgemeinde St. Martinus

Erste Broschüre über die Fußfälle: Walter Giesen (links) und Peter Emunds. Foto:TZ
Erste Broschüre über die Fußfälle: Walter Giesen (links) und Peter Emunds. Foto:TZ

Die Reihe der sieben Fußfälle in und um Nettesheim ist ein Kleinod der Pfarrgemeinde St. Martinus. Das wissen die Katholiken vom Gillbach schon lange, doch jetzt haben sie es auch schriftlich bekommen: Die neue Interessengemeinschaft „Heimat + Historie“ unter Leitung von Peter Emunds und Walter Giesen hat den Fußfällen und ihrer Geschichte ihre erste Publikation gewidmet.

Die Zahl „Sieben“ geht auf die Tradition zurück, Wallfahrten zu den sieben Hauptkirchen von Rom durchzuführen. Früher gehörte es zur Nettesheimer Karfreitagsliturgie, dass sich die Gläubigen zu einer Prozession aufmachten, die zu den sieben Fußfällen führte, von denen der älteste aus dem Jahr 1729 stammt.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil verblasste der Brauch, die Fußfälle gerieten in Vergessenheit, verfielen, wurden dann aber wieder restauriert. Der allgemeine Wunsch ist es nun, die zu Fuß bequem in knapp zwei Stunden zu bewältigende Strecke zwischen den einzelnen Gedenkstationen wieder als Prozessions- und Wanderweg zu beleben.

Und so hat die Interessengemeinschaft schon Namensvorschläge für die Feldwege zwischen den Fußfällen gemacht. Erinnert werden soll damit unter anderem an Kunibertus Hambloch, der im 16. Jahrhundert lebte, aus Nettesheim stammte und Stiftsherr an St. Aposteln in Köln war.