Neue Generaloberin gewählt

Praxedis heißt „die Wohltätige“, und ihr Name ist Programm: Schwester Praxedis Gerhards (64) ist neue Generaloberin der Neusser Augustinerinnen. Das Generalkapitel wählte die Ordensfrau im Kloster Immaculata, dem Mutterhaus, zur Nachfolgerin von Schwester Wiltrudis Freckmann, die ihr Amt nach neun Jahren aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte.

Schwester Praxedis wurde 1944 in Danzig geboren und wuchs in Kreuzau bei Düren auf. Eine Mitschülerin dort machte sie auf die Hauswirtschafts- und Pflegeschule der Augustinerinnen aufmerksam und sollte ihr Leben verändern: Praxedis Gerhards trat vor 44 Jahren der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern nach den Regeln des heiligen Augustinus bei, ließ sich zur Hauswirtschaftsgehilfin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin ausbilden und blieb der Quirinusstadt und ihren Bedürftigen treu. Sie wandelte 35 Jahre auf den Spuren der Ordensgründerin Johanna Etienne, war im St.-Josefs-Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie tätig und stand zuletzt den psychisch behinderten Menschen im Wohnverbund St. Alexius mit Rat und Tat zur Seite.

Jetzt zieht sie ins Mutterhaus. Als neue Generaloberin möchte sie die 65 Mitschwestern stärken, ihre Berufung zu leben. Das Motto „Ein Herz und eine Seele für Gott“, wie eines der Leitwörter der Augustinerinnen lautet, soll ihr dabei helfen.

Pater Manfred Jasper aus dem Augustinerkloster St. Michael im süddeutschen Münnerstadt gab dem Generalkapitel Mut, dem Ruf des Herrn weiter zu folgen und sich keine übertriebenen Sorgen über die Zukunft zu machen: „Suchet zuerst Gottes Reich und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch dazu gegeben werden.“ ZIM