Neue Wohngruppe des Deutschen Ordens

Neue Wohngruppe eröffnet: Volker Abrahamczik. Foto: TZ
Neue Wohngruppe eröffnet: Volker Abrahamczik. Foto: TZ
Die Jugend- und Familienhilfe des Deutschen Ordens hat in Elsen eine neue Wohngruppe für Kinder aus schwierigem Umfeld eröffnet.

"Die Errichtung einer weiteren Wohngruppe war einerseits die Konsequenz aus der erfolgreichen Arbeit unserer Gruppe ,Papagayo' und andererseits Ausdruck eines stetig hohen Bedarfs an Hilfen für problembelastete Kinder und deren Eltern", so Geschäftsführer Volker Abrahamczik. "Auch die Anfragen in unserem Haus für diese Klientel übersteigt seit langem unsere Kapazität, so dass hier neue Plätze geschaffen werden mussten", heißt es.

Die Errichtung einer weiteren Gruppe entspricht dem Motto „Hilfen aus einer Hand“. So können die Kinder kontinuierlich betreut werden, auch wenn sich der Hilfebedarf ändert. Die neue Wohngruppe "Kolibri" ist für die vollstationäre Unterbringung von sieben Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis 14 Jahren konzipiert, in deren Herkunftsfamilien komplexe und verfestigte Problemlagen vorherrschen. Die Kinder können daher für einen vorübergehenden Zeitraum nicht mehr in ihren Familien bleiben.

Ziel der Hilfe ist die individuelle Behandlung und Förderung der Kinder. Parallel dazu wird intensiv mit dem Familiensystem gearbeitet, damit möglichst eine Rückführung in die Familie realisiert werden kann. Das Personal der Gruppe besteht aus insgesamt sechs Fachkräften (Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Familientherapeuten).

Mit Blick auf Integration in ein normales Umfeld wurde die Gruppe auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs Flau, der in gewachsenes Wohnfeld eingebettet ist, eingerichtet. Trotz direkter Nachbarschaft bietet er ausreichenden Freiraum für die besonders zu fördernden Kinder. Die bestehende Scheune, die als Spielscheune genutzt werden sollte, musste leider abgerissen werden, da bei der Herrichtung des Geländes deutlich wurde, dass die Bausubstanz wesentlich schlechter als angenommen war. Eine Sanierung hätte die finanziellen Möglichkeiten bei weitem überfordert. Als kleines Trostpflaster bekam die Gruppe eine Kletterwand.

Die Bauzeit verzögerte sich, da unerwartet schwierige Sicherungsarbeiten an den Nachbargebäuden vorgenommen werden mussten. Bezuschusst wurde die Maßnahme durch Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, Stiftung Wohnhilfe, Aktion Mensch, Kämpgen-Stiftung, Rotary Club Grevenbroich, Sparkasse Neuss, Inner Wheel Club Düsseldorf/Clara Schumann Distrikt 87, Golfclub Erftaue und Privatspendern.