Neuer Schulseelsorger für das Gymnasium Marienberg und das Erzbischöfliche Berufskolleg Marienberg

Foto: Olaf Gruschka
Foto: Olaf Gruschka
Marienberg, eines der größten Gymnasien des Erzbistum Köln, und das Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss begrüßen ihren neuen Schulpfarrer, Guido Dalhaus. Mit Beginn des neuen Schuljahrs nahm er seine Tätigkeit auf.

In einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst für die Schulgemeinde Marienberg begrüßte der Erzbischöfliche Schulrat, Joachim Nielen, als Vertreter der Schulabteilung beim Erzbistum Köln den neuen Schulseelsorger Kaplan Dalhaus herzlich und überreichte ihm die Ernennungsurkunde des Erzbischofs.

Es sei noch nicht lange her, so Nielen, dass an dieser Stelle der vorige Schulseelsorger, Pfarrer Dr. Kohlgraf, verabschiedet wurde. Der Schulrat weiter: „Dass Sie, lieber Herr Kaplan Dalhaus, jetzt schon an dieser Stelle stehen, freut uns sehr – einerseits, weil es schön ist, Sie hier in Neuss bei uns zu haben – darüber hinaus auch, weil die Schulen des Erzbistums hier in Neuss nicht einmal für kurze Zeit auf die Fürsorge und Begleitung durch einen Schulpfarrer verzichten müssen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig dem Herrn Kardinal die Schulen und die Schülerinnen hier in Neuss sind und wie wichtig ihm die Person des Schulpfarrers ist. Angesichts der knappen Anzahl der Priester im Erzbistum ist dies bemerkenswert und zeigt, dass die erzbischöfliche Schule ein Ort ist, an dem die Seelsorge besonders reiche Früchte tragen kann“.
Der Erzbischöfliche Schulrat Nielen verwies auf Pfarrer Dr. Kohlgraf, dem dies beim Abschied bewusst geworden sei, sei er doch so ergriffen gewesen, dass ihn in seiner kurzen Ansprache zum Abschied die Stimme versagt habe.

Das Amt des Schulseelsorgers sei nun für Pfarrer Dalhaus nicht neu, obwohl er die Schulform und die Gegend gewechselt habe. Nielen: „Waren Sie bisher an einer an einer Realschule tätig, so hat sich Ihr Aufgabenfeld jetzt auf eines der größten Gymnasien des Erzbistums und ein Berufskolleg erweitert. Noch prägnanter ist wahrscheinlich der Wechsel der Lebensumgebung, waren Sie doch als gebürtiger Münsteraner bisher auf der anderen Rheinseite von 2004 bis 2008 im bergischen Much und danach in Bad Honnef tätig. Mit dem jetzigen Wechsel nähern Sie sich sehr dem Gebiet des Niederrheins, und ich bin überzeugt, dass die hiesige Mentalität Ihnen das Ankommen leicht machen wird“.

Pfarrer Dalhaus wünscht sich, in einem guten Miteinander offenen Menschen im Gymnasium Marienberg und Berufskolleg anzutreffen und gemeinsam lernen und den Glaubensweg miteinander gehen zu können. „Ich freue mich nun auf die kommenden Jahre als Schulseelsorger am Gymnasium Marienberg und am Erzbischöflichen Berufskolleg Marienberg sowie als Subsidiar im Seelsorgebereich Neuss-Mitte und bin ganz gespannt auf die vielfältigen Erfahrungen, die ich auf dem gemeinsamen Weg des Glaubens mit vielen Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen machen darf“.

Als Schüler, so Pfarrer Dalhaus, habe er zwar schon im Kopf gehabt, Theologie zu studieren, konnte sich jedoch nach dem Abitur noch nicht dazu durchringen. So studierte er zunächst an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen in Köln im Bereich „Wissenschaftliches Bibliothekswesen“. Dadurch habe es ihn ins Rheinland verschlagen. Dahlhaus: „In dieser Zeit war ich auch einige Jahre Mitglied des Kölner Domchores. Dann aber entschloss ich mich, doch mit dem Theologiestudium in Bonn zu beginnen, zunächst jedoch mit dem Ziel des Diploms. In dieser Zeit übte ich eine nebenamtliche Tätigkeit als Organist in einer Kirchengemeinde im Bonner Süden aus. Während dieses Lebensabschnitts wurde mein Wunsch, Priester zu werden, immer stärker, sodass ich mich dann als Priesteramtskandidat für das Erzbistum Köln beworben habe, nachdem ich nun einmal im Rheinland Fuß gefasst hatte“.