Neujahrsempfang des Kreiskatholikenrats war gut besucht

Thomas Nickel, Cornel Hüsch und Hans-Jürgen Petrauschke (v. l.).
Thomas Nickel, Cornel Hüsch und Hans-Jürgen Petrauschke (v. l.).
Rund 200 Besucher sind jetzt ins Neusser Augustinerinnen-Kloster Immaculata zum Neujahrsempfang des Kreiskatholikenrats unter dem Vorsitz von Cornel Hüsch gekommen.
 
Unter den Gästen waren Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Vize-Bürgermeister Thomas Nickel, das Schützenkönigspaar Markus und Susanne Reipen sowie viele andere Repräsentanten aus Kirche und Gesellschaft in Neuss, Kaarst, Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen, Büderich und Glehn. Zuvor hatten Kreisdechant Monsignore Guido Assmann, Dechant Hans-Günther Korr und Pfarrer Jochen Koenig, der Hausgeistliche im Immaculata, einen Gottesdienst in der Klosterkirche zelebriert.
 
„Die Aufgabe, den Flüchtlingen, die nach Flucht, Vertreibung und Gewalt ein sicheres Zuhause suchen, zu helfen, wird uns weiter begleiten. Zahlreich und spontan war die Hilfe schon. Allen, die so großherzig geholfen haben und helfen, gilt unser herzlicher Dank“, sagte Cornel Hüsch bei seiner Begrüßung. Sein Appell war unmissverständlich: „Wir müssen die Hilfe fortsetzten und klar bekennen: Wir in Neuss heißen Flüchtlinge willkommen. Wir wollen und werden Flüchtlingen ein Zuhause geben.“
 
Die Bischofssynode im Oktober in Rom zum Thema „Ehe, Familie und Partnerschaft“ werde nicht nur ein innerkirchliches Ereignis, so Hüsch. „Ich hoffe hier auf Zeichen für Wiederverheiratete, aber auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften“, betonte der Vorsitzende des Katholikenrats. Der Zeitgeist bestimme dabei nur die Fragen, nicht die Antworten.
 
Auch Fragen des kirchlichen Arbeitsrechts seien in diesem Jahr neu zu regeln. „Im Rhein-Kreis Neuss, in dem mehr als 5000 Menschen direkt oder indirekt einen christlichen Arbeitgeber haben, hat das konkrete Bedeutung“, ist Hüsch überzeugt. Er sprach auch den Plan des Erzbistums Köln an, im Frühjahr Transparenz über das kirchliche Vermögen herstellen und die Werte veröffentlichen zu wollen.
 
„Es kommt damit nicht nur dem Wunsch der Medien, sondern auch der drängenden Nachfrage zahlreicher Katholiken nach. Nicht zuletzt hat das Finanzgebaren in Limburg auch zur Begründung von Kirchenaustritten in Neuss gedient. Wir wollen weiter Transparenz und Kontrolle der kirchlichen Finanzen, auch durch Laien. Das wird auch auf der Pfarrebene an Bedeutung gewinnen“, sagte Hüsch. Im Mittelpunkt stand danach die Verleihung des Hermann-Straaten-Preises für vorbildliche Initiativen in den Gemeinden und Verbänden.