Neusser Talent gewann Bundeswettbewerb

Foto: Olaf Gruschka
Foto: Olaf Gruschka
katholisch-in-neuss – das sind nicht nur Pfarren und Verbände, sondern auch Schulen mit vielen Tausend Schülerinnen und Schülern. Die Marienberg-Schülerin Katharina Lowinski gewann jetzt den 23. Bundeswettbewerb Komposition.

Sie gewann in der Rubrik Schüler komponieren mit der Komposition „Zwei fremde Augen“ für Sopran, Violoncello, Bassklarinette und Schlagwerk. Als Bundessiegerin wurde sie zum Meisterkompositionskurs auf Schloss Weikersheim eingeladen und von Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan in Berlin geehrt.

Zum Komponieren sei sie durch das Improvisieren am Klavier gekommen. Sie habe sich einfach gedacht, dies auch einmal aufschreiben zu können, um es dann auch immer wieder spielen zu können. Katharina spielt Klavier, Oboe und Gitarre seit mehreren Jahren und ist auch im Gymnasium Marienberg musikalisch sehr aktiv.

Der Preis war ein Meisterkompositionskurs auf Schloss Weikersheim vom 21. bis 29. März 2008 bei Prof. Dieter Mack und Prof. Martin Chr. Redel. Als Bundespreisträgerin wurde Katharina außerdem vom Bundesministerium für Bildung und forschung vom 20. bis 22. September 2008 zum Tag der Talente nach Berlin eingeladen und von der Bundesbildungsministerin Frau Dr. Annette Schavan geehrt.

Beim Bundeswettbewerb Komposition sind Jugendliche und junge Erwachsene dazu aufgerufen, schöpferisch tätig zu werden und Musikstücke zu komponieren. Im Fokus stehen dabei die Förderung der Kreativität im musikalischen Bereich und die Eröffnung von Perspektiven für junge Talente.
Neben der Unterstützung des weiteren kompositorischen Schaffens geben die Kompositionswerkstattwochen Orientierungshilfe für die Jugendlichen sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander. Die intensiven Gespräche mit erfahrenen Komponisten und die Arbeit mit professionellen Musikern fördern das Verständnis für das kompositorische Schaffen.
Innerhalb verschiedener Teilnahmekategorien reichen die Teilnehmer ihre kompositorischen Werke auf der Grundlage der jährlichen Ausschreibung ein. Bedingung ist, dass die Komposition selbst gefertigt wurde. Es ist möglich, Arbeiten einzureichen, mit denen bereits an anderen Wettbewerben teilgenommen wurde, nicht jedoch am Bundeswettbewerb selbst. Es gibt drei Teilnahmekategorien. Sie unterscheiden sich in den formalen Vorgaben zur Spieldauer des Stückes und der Besetzung der Instrumente.
Die eingereichten Arbeiten werden von einer Jury nach Kriterien der Originalität, Kreativität und der Instrumentalbehandlung, sowie unter Berücksichtigung des Teilnehmeralters bewertet. Jedes Jahr werden maximal 30 Preise vergeben.
Die Preisträger erhalten eine Einladung zu einer einwöchigen Kompositionswerkstatt auf Schloss Weikersheim. Hier wird ihnen die Möglichkeit geboten, untereinander und im Dialog mit professionellen Komponisten und Musikern die eigenen Kompositionen zu diskutieren. Die Kompositionen der Preisträger werden von einem professionellen Ensemble einstudiert und in einem Konzert aufgeführt. Vom Abschlusskonzert wird eine CD produziert.