Nievenheimer Salvator-Oktav im Zeichen von päpstlichem Schreiben

Das Gnadenbild des Salvators steht im Mittelpunkt der Nievenheimer Wallfahrt. Foto: TZ
Das Gnadenbild des Salvators steht im Mittelpunkt der Nievenheimer Wallfahrt. Foto: TZ
Mit der Ankunft der Pilger aus Wipperfürth beginnt am Mittwoch, 14. Juni, um 13 Uhr die Salvator-Oktav in Nievenheim. Die Wallfahrt zum Gnadenbild des Salvators (Erlösers) in St. Pankratius und die damit verbundene Predigtreihe stehen wie das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus unter dem Leitwort „Amoris laetitia – über die Liebe in der Familie“.
 
Klaus Koltermann, der leitende Pfarrer im Seelsorgebereich „Dormagen-Nord“, sieht dieses Schreiben „durchdrungen von Liebe und Lebensfreude“. Der Papst plädiere für eine neue Sicht. „Niemand ist perfekt, also völlig regulär, und niemand ist völlig irregulär und aus der Kirche ausgeschlossen. Angesichts der unterschiedlichen und komplexen Situation sind neue Regelungen, zum Beispiel für den Empfang der Sakramente, nicht möglich.Man könnte sowieso nie allen Situationen gerecht werden. Das Gewissen spielt hier eine entscheidende Rolle, und die Kirche kann das Gewissen der einzelnen nicht ersetzen. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, die Gewissen zu bilden. Die Menschen sind dann in der Lage, selbst zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen, so zum Beispiel beim Kommunionempfang“, so Koltermann. Hier betone der Papst, dass die Eucharistie nicht eine Belohnung für die Vollkommenen sei, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen.
 
Neben Gottesdiensten und Andachten mit Pilgern aus Köln, Thorr, Niederzier und Wissersheim stehen bei der Salvator-Oktav etliche andere Messen auf dem Programm. Sie endet am Sonntag, 25. Juni, mit dem 9.30-Uhr-Gottesdienst.