Nikolauskloster: Kinder- und Familienkirche eröffnet

So voll ist es in der Kinder- und Familienkirche am Nikolauskloster.
So voll ist es in der Kinder- und Familienkirche am Nikolauskloster.
Dass der Platz bei einem Gottesdienst nicht mehr ausreicht, weil zu viele Besucher kommen – das erlebt die Kirche heute eher selten, abgesehen von Weihnachten vielleicht. Im Nikolauskloster der Oblatenmissionare bei Glehn  ist das anders.
 
Dort ist es meistens voll, weil vor allem die Angebote speziell für junge Familien sehr gut angenommen werden. Deshalb hat das Kloster jetzt reagiert und etwas Neues geschaffen, das es so wohl noch nicht oft in Deutschland gibt: eine Kirche nur für Kinder und Familien. mit Teppichboden, Kinderstühlen und gemütlicher Atomsphäre.
 
„Wir mussten uns irgendetwas einfallen lassen, um uns möglichst kostengünstig zu vergrößern“, erzählt Pater Felix Rehbock. Die Lösung war die alte Turnhalle auf dem Klostergelände, die in den vergangenen 15 Jahren nur noch als Schuppen genutzt wurde. Allerhand Krempel fand darin seinen Platz, sogar ein alter Trecker.
 
Aber damit ist jetzt Schluss. Viele fleißige Hände haben das Gebäude drei Wochen lang entrümpelt, neu gestrichen und hergerichtet. Die Elektroleitungen wurden erneuert, und ein kindgerechtes Wandbild wurde geschaffen. Ein Altar ist eingezogen, genauso wie ein bequemer Teppichboden, auf dem bis zu 70 Kinder und ihre Eltern Platz finden sollen. „Aber für die Älteren gibt es natürlich auch Stühle“, ergänzt Pater Felix Rehbock und grinst.
 
Vor vier Jahren hat er gemeinsam mit seinen Mitbrüdern der Oblaten-Gemeinschaft das Konzept des traditionsreichen Nikolausklosters verändert und den Schwerpunkt auf Kinder und Familien gelegt. Seitdem gehören Familien-Gottesdienste mit anschließendem Brunch, Kinderwallfahrten und -andachten, Kinder-Bibel-Treffen sowie die Sommercamps zu den regelmäßigen Angeboten.