Nikolauskloster: Kindersegnung am zweiten Weihnachtstag

Kinder sind in der Kapelle des Nikolausklosters stets gern gesehen.
Kinder sind in der Kapelle des Nikolausklosters stets gern gesehen.
Am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, findet um 15 Uhr eine Kindersegnung im Nikolauskloster der Oblatenmissionare bei Glehn statt. „Weihnachten ist schließlich das Fest der Heiligen Familie. Ein kleines Baby, ganz unscheinbar und total hilfsbedürftig, kommt auf die Welt. Dieses Kind mit Namen Jesu wird später ganz groß herauskommen“, erklärt Pater Felix Rehbock, der Rektor des Hauses.
 
Doch zunächst habe Jesus seinen Eltern, wie alle anderen Kinder auch, viel Arbeit gemacht. Damit meint der Ordensmann nicht nur seine Geburt, die zum einen mitten auf einer anstrengenden Reise geschieht und für die es zum anderen keinen heimeligen Platz zu geben scheint, weil die Herbergen voll sind. Später wird erzählt, dass Jesus nicht hört und lieber in Jerusalemer Tempel bleibt, so dass seine Eltern ihn voller Sorge suchen müssen. Im Leben der Eltern Maria und Josef gibt es also Situationen mit dem Kind Jesus, die heutige Eltern nur zu gut von ihren eigenen Sprösslingen kennen.
 
„Aber gleichzeitig – und das ist das Entscheidende – sind genau diese Kinder das größte Geschenk, dass man sich vorstellen kann. Vielmehr noch: Kinder sind ein Segen, von dem wir lernen können“, so Pater Felix. Dies nimmt sich der Kinderfreund selbst oft zu Herzen: „Kinder machen sich noch nicht so viele Gedanken, wer genau was denken könnte, wenn sie dies oder das tun. Sie sagen einfach das, was sie denken, und tun jenes, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Sie können sich über Dinge wundern, für die wir blind geworden sind. Kinder legen eine Leichtigkeit an den Tag, die vielen Erwachsenen verloren gegangen ist. Gleichzeitig stehen sie voller Inbrunst für Gerechtigkeit ein und wollen Dinge ändern, die unfair sind. Das ist sehr vorbildhaft.“
 
Jesus habe diese Vorbildlichkeit der Kinder ebenso entdeckt und herausgestellt, indem er stets die Kleinen und Hilfsbedürftigen in seine Mitte nahm. „Für ihn waren sie der Nabel der Welt“, erläutert der Pater. So habe Jesus die Erwachsenen zur Umkehr aufgerufen und an sie appelliert, wie die Kinder zu werden, da jenen das Reich Gottes gehöre. Pater Felix: „Um genau das zu verdeutlichen, möchten wir alle Kinder am zweiten Weihnachtsfeiertag segnen. Denn den göttlichen Segen zu bekommen, bedeutet, dem Kind etwas Gutes zu sagen: Du bist geliebt von Gott! Du bist uns ein Segen!“