Ob Hund, Katze oder Pferd: Tiersegnung im Nikolauskloster:

Pater Felix segnet vor dem Nikolauskloster auch die Pferde vor den Kutschen.
Pater Felix segnet vor dem Nikolauskloster auch die Pferde vor den Kutschen.
Ob Hund, Katze oder Pferd: Für viele Menschen gehören Tiere einfach zum Alltag dazu. Sie sind längst eine Art Familienmitglied geworden. Trotzdem nimmt man seinen Vierbeiner eher selten mit zur Kirche. Das soll sich zumindest an einem Tag im Jahr ändern, sagt Pater Felix Rehbock vom Nikolauskloster der Oblatenmissionare bei Glehn. Seit einigen Jahren schon gibt es dort einen Gottesdienst mit Tiersegnung, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Diesmal beginnt er am Sonntag, 9. Oktober, um 15 Uhr.
 
Die Grundlage dafür findet sich in der Bibel. „Gott sah, dass es gut war“, als er die Tiere geschaffen hatte. Für Pater Felix ist das Grund genug: „Tiere gehören genauso zur Schöpfung dazu wie wir Menschen. Durch den Segen wird das besonders deutlich. Vielleicht wird dadurch auch klarer, wie wir mit unseren tierischen Wegbegleitern umgehen sollten.“ Vor kurzem hat auch das Kloster erneut tierischen Zuwachs bekommen: Kater Niko ist erst zehn Wochen alt und ein echter Publikumsliebling. Klosterkatze Maya und Dexter, der Klosterhund, sind natürlich ebenfalls mit dabei.
 
Aber nicht nur Hunde und Katzen, auch Meerschweinchen, Hamster und überhaupt alle Tiere sind zum Segen im Klosterpark willkommen. Pater Felix erklärt, warum: „Am liebsten würde ich den Gottesdienst am 4. Oktober feiern, denn das ist der Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi, und der war ein großer Freund der Tiere. Jetzt machen wir das am Sonntag danach, weil da die ganze Familie Zeit hat.“
 
Das hat auch noch einen anderen Vorteil. Denn sonntags gibt es im Nikolauskloster frischen Kaffee und Kuchen aus der eigenen Backstube. Wer nach der Tiersegnung den Sonntagnachmittag gemütlich ausklingen lassen möchte, findet im Nikolauskloster also eine offene Tür und Stärkung an Leib und Geist – für Mensch und Tier gleichermaßen.