Oekoven gedenkt Maler Matthias Goebbels

Christus als Weltenrichter: Goebbels-Werk in Oekoven. Foto: TZ
Christus als Weltenrichter: Goebbels-Werk in Oekoven. Foto: TZ
Der Todestag des Priesters und Malers Matthias Goebbels jährt sich zum 100. Mal. Die Gemeinde St. Briktius erinnert daran.

Unter den Gotteshäusern im Kreisdekanat nimmt die romanische Kirche St. Briktius eine besondere Stellung ein. Der Grund: Sie ist komplett ausgemalt. Der Todestag des Künstlers Matthias Goebbels, der die farbenprächtige Bilderbibel an Decke und Wänden entworfen hat, jährt sich 2011 zum 100. Mal. Die Oekovener Gemeinde um Ruhestandspfarrer Hans G. Schönen hat die Jubiläumsplanung aufgenommen. 

Es gibt noch zwei andere Kirchen, in denen sich Domvikar Goebbels verewigt hat. Er entwarf die Pläne für die Ausmalung des Marienborns, wie das alte Zisterzienser-Kloster in Zülpich-Hoven genannt wird, sowie für die Abteikirche in Rolduc bei Kerkrade in den Niederlanden. Beide Gotteshäuser wollen die Oekovener im Lauf des Jahres genauso besuchen wie eine Ausstellung, die im September in Rolduc zu sehen sein wird. Außerdem auf dem Exkursionsprogramm steht Baesweiler, der Geburtsort von Goebbels.
 
Schönen hat sich intensiv mit dessen Schaffenskraft auseinander gesetzt und sein Wissen in dem Buch „Die Bilderbibel des Matthias Goebbels“ zusammengefasst. Dem Domvikar ist nicht nur das Bild „Christus als Weltenrichter“ in der Oekovener Apsis zu verdanken, sondern auch manche augenzwinkernde Darstellung. Im Bild von der Bergpredigt zeigt ein ehemaliger Pfarrer von St. Briktius wie Johannes der Täufer auf Christus; im Hintergrund der „Bekehrung des Paulus vor Damaskus“ ist St. Aposteln in Köln zu sehen. Näheres unter Telefon (0 21 83) 74 04.