Oekoven: Pfarrer Schönen feiert sein Eisernes Priesterjubiläum

Pfarrer i. R. Hans-Günter Schönen aus Oekoven feiert sein Eisernes Priesterjubiläum. Foto: TZ
Pfarrer i. R. Hans-Günter Schönen aus Oekoven feiert sein Eisernes Priesterjubiläum. Foto: TZ
Das Eiserne Priesterjubiläum feiert jetzt Pfarrer Hans-Günter Schönen, Ruhestandsgeistlicher im Rommerskirchener Seelsorgebereich „Gilbach“. Am 25. Juli 1952, also vor 65 Jahren, hatte ihn Kardinal Josef Frings im Kölner Dom geweiht. Dieser Anlass ist Schönens Wahl-Heimat Oekoven einen Festtag wert: Ein Dankgottesdienst beginnt am Samstag, 29. Juli, um 17 Uhr in St. Briktius. Anschließend wird es im benachbarten Gemeindezentrum „Papst-Johannes-Haus“ einen Empfang geben. Der Jubilar hat statt um persönliche Geschenke um Spenden für das Patenbistum Awassa in Äthiopien gebeten.
 
Hans-Günter Schönen wurde 1928 in Köln geboren und entdeckte die Liebe zur Liturgie als Messdiener in seiner Heimatgemeinde St. Aposteln. Vom Ministrantendienst und der Bündischen Jugend geprägt, entschied er sich nach dem Abitur 1946 für das Theologie-Studium, das er in Bonn und München sowie im Priesterseminar in Bensberg absolvierte. Nach der Priesterweihe und dreijähriger Tätigkeit als Kaplan an St. Marien in Remscheid wirkte Schönen zunächst als Subsidiar in St. Aposteln in Köln, bevor er bis 1963 in der Besoldungsabteilung des Generalvikariats für Laienangestellte und die Ausbildung der Küster zuständig war.
 
Als der Geistliche in dieser Funktion einen Küster-Lehrgang leitete, lernte er einen der Dozenten näher kennen: Es war Dechant Dr. Laurenz Lang aus dem Oekovener Nachbarort Evinghoven. Lang wies Schönen auf die freie Pfarrstelle in St. Briktius hin. Der Seelsorger sagte zu und wurde dort 1963 in sein neues Amt eingeführt.
 
Er setzte Akzente in der Liturgie und in der Jugendarbeit, beim Pfarrfest und im Karneval. Unter seiner Regie wurde 1966 das Gemeindezentrum und ein Jahr darauf das Jugendheim errichtet. Später erfolgte die langwierige Sanierung der Kirche, einem romanischen Kleinod, dem Schönens große Liebe gilt. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft ernannte ihn anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums 2002 zum Ehrenmitglied. Wegen seiner Schwerhörigkeit trat der Seelsorger bereits 1984 als Pfarrer in den Ruhestand, blieb aber in Oekoven wohnen. Er ist dort bis heute als Seelsorger aktiv und in der Gemeinde präsent.
 
Das publizistische Schaffen hat Hans-Günter Schönens Leben außerdem geprägt. Ihm, dem bei der Einführung prophezeit worden war, er würde Oekoven zum Wallfahrtsort machen, wandelte auf Briktius’ Spuren durch weite Teile Europas. Herausgekommen ist das Buch „Der Mann mit den glühenden Kohlen – Leben und Verehrung des heiligen Briktius“, das der Autor dem damaligen Papst Johannes Paul II. persönlich überreichen konnte.
   Ansonsten hat sich Schönen, ein passionierter Skatspieler, einen Namen als begeisterter Philatelist und Motor der „Sammlergilde St. Gabriel“ gemacht, die sich Briefmarken mit christlichen Motiven widmet. Das 1700-seitige „Gabriel-Lexikon international“ ist der dickste Beweis dieses Engagements, dem noch zahlreiche andere Publikationen erwachsen sind.