Palliativstation im Johanna-Etienne-Krankenhaus vor dem Aus

Palliativstation im Johanna-Etienne-Krankenhaus vor dem Aus
Die Palliativstation im Neusser Johanna-Etienne-Krankenhaus steht vor dem Aus. Im Krankenhausplan des Landes NRW ist sie künftig nicht mehr vorgesehen, deshalb wird sie demnächst nicht mehr von den Krankenkassen finanziert.

Die Palliativstation besteht seit 2006 und ist die einzige ihrer Art im Rhein-Kreis Neuss. Zehn Betten stehen zur Verfügung und werden vor allem von austherapierten Krebspatienten genutzt. Ihre starken Schmerzen werden gelindert, sie sollen abseits des hektischen Krankenhausbetriebs Ruhe haben und sich wohlfühlen. Die Zimmer sind wohnlich eingerichtet, auch ein Balkon steht zur Verfügung. Falls nötig, werden die Patienten bis zum Tod in Würde begleitet. Darüber hinaus erfahren auch die Angehörigen der Patienten Unterstützung. Sie dürfen etwa auf der Station übernachten und können in Ruhe Abschied nehmen.

Nach dem Willen der Landesregierung soll diese Station künftig nicht mehr finanziell gefördert werden. Vielmehr soll sie an einen anderen Standort umgesiedelt werden. Eine Klage des Krankenhauses dagegen wurde bereits abgewiesen.

Die St.-Augustinus-Kliniken – Träger des Johanna-Etienne-Krankenhauses – wehren sich gegen diese Pläne. Die Station sei mit viel Aufwand errichtet worden; unter anderem habe der Förderverein rund 75.000 Euro investiert. Auch sei in den vergangenen Jahren viel Know-how rund um die Palliativmedizin gesammelt worden.

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