Pfairrgemeinde - Eine Aktion des Diözesanrates und des Erzbistums Köln

Die Aktion "Pfairrgemeinde" des Diözesanrates der Katholiken und des Erzbistums Köln wurde im Dezember 2008 gestartet. Sprachwissenschaftler werden schnell den Kopf schütteln. Ein nahezu billiges Wortspiel: Pfarr- und Fair hätten nichts miteinander zu tun. Der Diözesanrat und das Erzbistum Köln sehen das anders.

Sie starteten im November 2009 gemeinsam die Aktion "Pfairrgemeinde". Wer sich daran beteiligt, verpflichtet sich, den Konsum von Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Schokolade, Wein, Süßigkeiten etc. soweit wie möglich auf fair gehandelte Produkte umzustellen. Denn, so die Initiatoren des Projektes, fairer Handel verbessert die Arbeits- und Lebenssituation von Kleinproduzenten und Arbeitern in den Ländern des Südens.

Eine Gemeinde wird dann zur Pfairrgemeinde zertifiziert, wenn sie den fairen Handel fördert. So etwas ist schnell gesagt, doch weniger schnell getan. Die Bewerbung für ein solches Zertifikat macht nur dann Sinn, wenn die unterschiedlichen Gruppen und Kreise einer Gemeinde im Wesentlichen entsprechend handeln. Mit dem Siegel "Pfairrgemeinde" werden also nur Pfarrgemeinden ausgezeichnet, die sich in besonderer und herausragender Weise für den fairen Handel einsetzen. So gibt es viele Gemeinden – inzwischen sind etwa 60 Gemeinden zertifiziert –, die sich seit Jahrzehnten dem fairen Handel verschrieben haben. Die Aktion "Pfairrgemeinde" des Diözesanrates und des Erzbistums Köln wurde im September 2009 von der Verbraucherinitiative e. V., dem Bundesverband kritischer Verbraucher, zur "Initiative des Monats" gekürt. Im Rahmen der Aktion, so wird für die Kürung festgestellt, gehen die ausgezeichneten und zertifizierten Pfarrgemeinden eine freiwillige Selbstverpflichtung ein, den fairen Handel nicht nur zu fördern, sondern in ihrem Gebiet vorwärtszubringen und viele Menschen für den fairen Handel zu gewinnen.

Zu der Aktion gibt es unterschiedliche Materialien, so die Selbstverpflichtungserklärung, einen Aufkleber und ein Schreiben des Vorsitzenden des Diözesanrates, Thomas Nickel, sowie des Generalvikars des Erzbischofs von Köln, Dr. Dominik Schwaderlapp.

Weitere Informationen zur Aktion "Pfairrgemeinde" können unter www.dioezesanrat.de abgerufen werden.

Autor: Norbert Michels, Geschäftsführer des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln, Mitglied des ZdK