Pfarrer Herbert Ullmann: neuer Direktor im Collegium Albertinum

Pfarrer Herbert Ullmann: neuer Direktor im Collegium Albertinum
„Bringen Sie ins Collegium ihr Herz ein und stärken Sie ihre Brüder im Glauben.“ Das wünschte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner bei der Einführung von Pfarrer Herbert Ullmann als neuen Direktor des Collegium Albertinum.

Bereits zum vierten Mal in seiner über 20jährigen Amtszeit nahm der Erzbischof einen Wechsel in der Leitung des Bonner Theologenkonvikts vor. „Ich hoffe, dass es bei mir das letzte Mal ist“, kündigte er gleich zu Beginn des Gottesdienstes in der Kapelle des Konvikts an. Zugleich verabschiedete Kardinal Meisner den bisherigen Direktor Markus Hofmann, der bereits seit einigen Wochen als Regens das Erzbischöfliche Priesterseminar in Köln leitet. Er dankte ihm für seine bisherige Arbeit. Er habe das Collegium und die Priesteramtskandidaten bei ihm stets in guten Händen gewusst.

Im „Jahr des Priesters“ erinnerte Kardinal Joachim Meisner in seiner Predigt an den „Patron der Priester“, den heiligen Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney. Während des Weltjugendtags 2005 in Köln habe das Herz des Heiligen im Zentrum der geistlichen Stunde von Papst Benedikt XVI. in St. Pantaleon mit den Priesteramtskandidaten und Seminaristen aus der ganzen Welt gestanden. Der Kölner Erzbischof bezeichnete Vianney als „den kleinen Pfarrer mit dem großen Herzen“ und fügte an: „Es geht nichts ohne Herz“. Wenn der Bischof den Priesteramtskandidaten einen Direktor schicke, schicke er auch den jungen Männern sein Herz mit. Die Priesteramtskandidaten seien die Frucht des Gebets im Erzbistum. Der Erzbischof erinnerte daran, dass „Direktor, Repetent, Spiritual und die Kandidaten eine Bekenntnisgemeinschaft“ bilden. „Ich wünsche mir eine Atmosphäre, dass die einzelnen Reben am Weinstock bleiben“, so Kardinal Meisner, „nicht Uniformität, sondern Vielfalt - Vielfalt unter dem einen Herrn“. Das Priesterjahr solle dazu genutzt werden, der „inneren Berufung gewisser zu werden“. Dabei solle einer für den anderen einstehen, denn „ein Theologenkonvikt ist eine Bekenntnisgemeinschaft, wo einer zum Zeugen für den anderen werden kann“. Habe man „draußen“ mit Unverständnis der säkularen Gesellschaft zu rechnen, müsse man drinnen einander tragen und stärken und „in der Gemeinschaft des Gebets verharren“. Dem Direktor komme dabei eine besondere Aufgabe zu: Er sei der „erste Vorbeter in einem solchen geistlichen Haus“. Dafür sagte ihm Kardinal Meisner seine Unterstützung zu: „Ich stehe ganz hinter Ihnen“.

Zur Zeit leben 29 Priesteramtskandidaten des Erzbistums Köln im Bonner Collegium Albertinum. Weitere befinden sich andernorts im Freisemester. Hinzu kommen ausländische Priester, die an der katholisch-theologischen Fakultät promovieren. Repetent des Konvikts ist Oliver Dregger, als Spiritual wirkt weiterhin Monsignore Wilhelm Terboven.