Pflegekur für barocke Schönheiten: Seitenaltäre in Elsen werden renoviert

In der Elsener Kirche St. Stephanus stehen die nächsten Renovierungsarbeiten auf dem Programm. Foto: TZ
In der Elsener Kirche St. Stephanus stehen die nächsten Renovierungsarbeiten auf dem Programm. Foto: TZ

Sie stammen aus dem Jahr 1745, sind aus Eichenholz gefertigt und mit Marmorfarbe und Gold verziert: die barocken Seitenaltäre der Pfarrkirche St. Stephanus in Elsen, die jetzt renoviert werden sollen. Dabei werden Risse bearbeitet und neue Farbschichten aufgetragen. Links ist St. Stephanus mit einem Bildnis der Teresa von Ávila zu sehen, rechts St. Jakobus mit der Darstellung von Gertrud von Helfta.

Der Verein der Freunde und Förderer der Elsener Pfarrgemeinde hat sich das Projekt auf die Fahnen geschrieben, nachdem im Vorjahr bereits der Hochaltar der früheren Deutsch-Ordens-Kirche gereinigt und saniert worden ist. „Das letzte Mal wurden die Seitenaltäre 1965 erneuert", weiß Josef Lieven vom Vereinsvorstand. Damals sei auch der Hochaltar aufgestellt worden, der aus der niederländischen Provinz Limburg stammt.

Die schon vorhandene Kreuzigungsgruppe wurde damals darin integriert. Gereinigt werden soll jetzt zudem die Pietà an der Seitenwand. Die Replik des Kunstwerks von Michelangelo für den Petersdom stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die in Weiß und Gold lackierten Holzfiguren zeigen die sitzende Schmerzensmutter, wie sie mit dem rechten Bein den Leichnam ihres toten Sohnes stützt.

„Schwächen in der proportionalen Wiedergabe der beiden Körper können die starke Aussagekraft der inneren Betrübtheit, die der Bildschnitzer dieser Pietà verlieh, nicht schmälern“, heißt es im Kirchenführer. Die Renovierungsarbeiten kosten insgesamt rund 5000 Euro, so Gerd Reibel, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands und Kassierer im Förderverein.