Pilger in Vorst und Klein-Jerusalem

Rast am Pilgerstein in Kleinenbroich.
Rast am Pilgerstein in Kleinenbroich.
Bereits seit 1449 ziehen Pilger von Rommerskirchen und Hemmerden nach Vorst und Klein-Jerusalem. Auch in diesem Jahr machten sich wieder etliche Gläubige auf den Weg.

Zunächst ging es nach Vorst, wo der heilige Godehard verehrt wird. Wenn auch der erste Tag von Regen und Graupelschauern begleitet war, so freuten sich 19 Fußpilger über das Gelingen der Wallfahrt. Am nächsten Morgen feierte Dechant Monsignore Franz Josef Freericks in der Kapelle von Klein-Jerusalem mit Matthiaspilgern, die nach Trier aufbrachen, bereits um 5 Uhr eine heilige Messe und erinnerte daran, "dass Pilger und Kirche immer wieder einen neuen Aufbruch wagen müssen". Nach einem gemeinsamen Frühstück, einer Marienandacht und dem Auszugsgebet machten sich die Pilger betend und singend bei strahlendem Sonnenschein auf den Heimweg.

Bei der Frühstückspause wurden die Teilnehmer geehrt, die fünf Mal dabei waren: Matthias Joniszus und Augustinus Koltermann. Zum 30. Mal mit von der Partie gewesen sind Heribert Bach und Anne Lapp. Pilgerleiter Hans Andreas Schiffer konnte bereits seine 35. Wallfahrt machen, wenngleich er noch 30 Mal mit dabei sein muss, ehe er seinen Vater, den verstorbenen Oberst der Hemmerdener Schützenbruderschaft, Josef Schiffer, mit 65 Wallfahrten eingeholt hat.

Erwähnt wurde auch, dass Franz Kronenberg – aus der Familie Kronenberg, die in diesem Jahr mit elf Teilnehmern dabei war – mit 39 Wallfahrten am längsten dabei war. Am Pilgerstein, der seit 1994 in Kleinenbroich steht, wurde der bereits verstorbenen Pilger gedacht. Unter dem Geläut der Glocken von Hemmerden geleitete Diakon André Kleinen die Gläubigen zum Schlusssegen in die Pfarrkirche St. Mauri. Beim Abschied hieß es dann: „Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder nach Vorst und Klein-Jerusalem geht."