Planung trotz Corona: Musikfestival im Kloster Knechtsteden zum Beethoven-Jubiläum

Die Klosterbasilika in Knechtsteden ist Schauplatz des Musikfestivals. Foto: TZ
Die Klosterbasilika in Knechtsteden ist Schauplatz des Musikfestivals. Foto: TZ

„Nacht und Stürme werden Licht“: Mit einem Zitat aus Beethovens „Chorfantasie“ verbindet das Festival Alte Musik Knechtsteden im gleichnamigen Spiritaner-Kloster in diesem Jahr schicksalsschwere Düsternis mit Rettungshoffnung. Damit ist das Motto gesetzt – und die gute Nachricht lautet, dass für die 29. Ausgabe des Festivals vom 18. bis 26. September trotz Corona-Krise unter allem nötigen Vorbehalt weitergeplant wird. Der offizielle Kartenvorverkauf wird aber auf den 6. Juni verschoben. Bei einer situationsabhängig geänderten Planung beziehungsweise einer Absage können Tickets zurückgegeben werden.

Beethovens Werk umschließt das Festival als Klammer und zieht sich als roter Faden durch das ganze Programm. Ein Exempel par excellence für Beethovens Umgang mit Traditionen ist seine 6. Sinfonie, die „Pastorale“, mit der das Festival am 18. September eröffnet wird. Ihr gegenüber steht das Oratorium „Die Könige in Israel“ sowie das „Violinkonzert op. 24“ seines Schülers und späteren Biographen Ferdinand Ries. Thomas Klug leitet die Rheinischen Kantorei und das „ensemble reflektor“, ein junger Klangkörper, der schon 2018 in der Knechtstedener Klosterbasilika für Furore sorgte.Intendant Hermann Max portraitiert in den folgenden Festivaltagen den Jubilar aus verschiedensten Perspektiven.

Am 22. September geht es auf Spurensuche in Beethovens Bibliothek. Musikeinflüsse von Vorbildern wie J. S. Bach und J. G. Albrechtsberger, aber auch von Zeitgenossen wie Haydn, Ries, Salieri oder Hummel werden in großer Besetzung mit der Rheinischen Kantorei, dem Kleinen Konzert und Solisten aufgeführt.

Wichtige Schwerpunkte in Knechtsteden sind seit vielen Jahren die Förderung von Nachwuchstalenten und die Musikvermittlung für junge Ohren. Hermann Max und sein Team verbinden beides in Formaten wie dem inszenierten Programm „Mad Songs“ von Henry Purcell und seinen Zeitgenossen bei der traditionellen Landpartie in der Theaterscheune Knechtsteden am 20. September, in Kooperation mit der Musikhochschule Köln und dem Ensemble Schirokko. WDR und Deutschlandfunk begleiten das Festival auch in diesem Jahr mit Aufzeichnungen. Weitere Informationen unter www.knechtsteden.com.