Ritterschlag für stellvertretenden Bezirksbundesmeister

Michael Pfankuch (kniend) wurde in Kevelaer zum Ritter geschlagen.
Michael Pfankuch (kniend) wurde in Kevelaer zum Ritter geschlagen.
Michael Pfankuch (48), stellvertretender Bundesmeister des Bezirksverbands Grevenbroich und Geschäftsführer des Kölner Diözesanverbands im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, wurde in Kevelaer in den Europäischen Ritterorden des heiligen Sebastianus aufgenommen.

Den Ritterschlag vollzog der belgische Prinz Charles-Louis de Merode, Prior der Ordensgemeinschaft, durch Auflegen eines Schwerts in der Wallfahrtsbasilika. Die verdienten Schützen verpflichten sich bei der Aufnahme Zeugnis ihres christlichen Glaubens abzulegen. Zu den ersten Gratulanten zählten Grevenbroichs Bezirksbundesmeister Robert Hoppe aus Gindorf, auch stellvertretender Bundesmeister des Diözesanverbands, sowie Wolfgang Kuck aus Oekoven als Vorsitzender des rund 50.000 Mitglieder zählenden Dachverbands der Bruderschaftsschützen im Erzbistum Köln.
 
Kuck gehört der Ordensgemeinschaft seit 2004 an, Hoppe wurde 2010 im polnischen Tuchola investiert. Mit der Aufnahme von Michael Pfankuch in den Ritterorden wird dessen vorbildliches Wirken für die katholische Kirche und sein Engagement im Schützenwesen seiner Heimatbruderschaft in Garzweiler, im Grevenbroicher Bezirksverband und im Diözesanverband Köln gewürdigt. Der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff zelebrierte die zweieinhalbstündige Investiturmesse, die in deutscher, englischer, niederländischer, französischer und polnischer Sprache gefeiert wurde.
 
„Wir alle spüren, dass in Europa die Gottesvergessenheit wächst“, so Mussinghoff. Er richtete einen unmissverständlichen Appell an die Schützen und Ordensmitglieder: „Baut mit an einer Bewegung für Gott.“ Mussinghoff lobte die historischen Schützen für ihre „standhafte und gradlinige Haltung“. Unterstützt bei der Zelebration wurde Mussinghoff von 13 Priestern, unter anderem dem Kölner Diözesanpräses Reinhold Steinröder und Ulrich Clancett als Regionaldekan aus Jüchen und Präses von Pfankuchs Heimatbruderschaft Garzweiler. 

Zu seinen Beweggründen für den Beitritt in den Ritterorden befragt, erläuterte Michael Pfankuch: „Für den katholischen Glauben einzustehen, die christlichen Elemente des bruderschaftlichen Schützenwesens zu wahren, zu stärken und zu prägen sowie für das Leben einzutreten - auf diese Grundsätze ist die Ordensregel aufgebaut, die für alle Mitglieder verbindlich ist. Da meine persönlichen Zielsetzungen mit dieser inhaltlichen Ausrichtung deckungsgleich sind, war ich gern bereit, der Bitte um Eintritt in die Ordensgemeinschaft zu folgen“.

Die Investiturfeier in der Marienbasilika in Kevelaer war Höhepunkt der Frühjahrstagung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), in deren Verlauf die turnusmäßige Sitzung der EGS-Plenarversammlung und des Generalkapitels des Ordens vom heiligen Sebastian in Europa stattfand.