Rommerskirchener Matthias-Pilger von ihrer 28. Fußwallfahrt zum Apostelgrab zurück

Monsignore Freericks (links) und die Rommerskirchener Fußpilger sind von der Trier-Wallfahrt zurück.
Monsignore Freericks (links) und die Rommerskirchener Fußpilger sind von der Trier-Wallfahrt zurück.
Mit vielen Eindrücken endete jetzt die Fußwallfahrt der Rommerskirchener Matthias-Pilger nach Trier, die wie immer vom Team um Brudermeister Franz-Josef Osterath bestens vorbereitet war. Im Fokus stand die 50. Wallfahrt von Monsignore Franz Josef Freericks, der bis 2017 Pfarrer in Rommerskirchen war und gemeinsam mit Ehrenbrudermeister Theo Burtscheidt, Gertrud Fischer, Marianne Osterath und weiteren Gläubigen 1992 die Pilgergruppe gegründet hatte.
 
Nach Messe und Begleitung der Pfarrangehörigen bis zum Bildstock am Teebaum an der Giller Straße machte sich die 32-köpfige Pilgergruppe auf den 200 Kilometer langen Weg zum Apostelgrab. Die Wallfahrt stand unter dem Leitwort „Meine Stärke und mein Lied ist der Herr (Psalm 118)“. Darüber wurde in fünf Meditationsgruppen zweimal täglich meditiert.
 
Der erste Tag führte über Bergheim-Thorr bis Merzenich, wo im dortigen Pfarrheim übernachtet wurde. Weiter ging es am zweiten Tag über Kreuzau-Drove bis Olef und am nächsten Tag über das Trappistinnen-Kloster Maria Frieden auf der Dahlemer Binz bis nach Steffeln.
 
Der vierte Tag steht immer unter dem besonderen Zeichen der Begegnung mit dem eigenen Pilgerkreuz, das 2001 zur zehnten Wallfahrt an der Künstlerkolonie Weißenseifen nach den Entwürfen von Albrecht Klauer-Simonis errichtet wurde. Dort erfolgte bei strömenden Regen, gruppiert um das Kreuz, die Ernennung von Richard Sachse zum weiteren Brudermeister der Pilgergruppe durch Franz-Josef Osterath. Nach Stärkung am offenen Kamin erreichte die Gruppe Kyllburg, das Ziel des vierten Pilgertags.
 
Der nächste Tag nach Auw an der Kyll stand unter keinem guten Stern und wurde bei strömendem Regen zurückgelegt, so dass vom herrlichen Kylltal nicht viel zu erkennen war. Zum sechsten und letzten Tag, der die Pilger über Kordel und das Falsche Biewertal auf die Moselhöhen vor Trier führte, hatte der Himmel nach dem Mittagessen ein Einsehen. Somit konnte die letzte Strecke an der Mosel entlang hin zur Abtei St. Matthias im Sonnenschein absolviert werden, wo die Pilgergruppe vom Tross mit Beifall empfangen wurde.
 
Für Monsignore Freericks war dann der gemeinsame Einzug in die Basilika zum Lied, „Großer Gott wir loben dich“ mit den ebenfalls von ihm mitgegründeten Pilgergruppen aus Hürth und Wahnheide ein unvergessenes Erlebnis, und er zeigte als Kreuzträger große Ergriffenheit. Es erfolgte bei lang anhaltendem Beifall seine Ehrung durch Benediktiner-Bruder Thomas Hochhausen von der Abtei St. Matthias.
 
Eine weitere Ehrung wurde Anton Schmidt anlässlich seiner zehnten Fußwallfahrt zuteil. Stolz erfüllte die Erstpilger Hildegard Essel sowie Jonathan Müller, als ihnen die Erstpilger-Medaille umgehängt wurde.