Rückblick: Sternsinger bei der Kanzlerin

Foto: Ralf Adloff / Kindermissionswerk
Foto: Ralf Adloff / Kindermissionswerk
Zu Beginn des Jahres waren vier Sternsinger aus der Gemeinde St. Pankratius bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast (katholisch-im-rhein-kreis-neuss.de berichtete). Die Glehner Gruppe hate einen Erlebnisbericht verfasst, den wir gerne veröffentlichen:
 
„Nachdem Mara, Mia, Peter und Louisa schon am Freitag und am Dreikönigstag Spenden gesammelt hatten, wurden am Sonntag die Kronen poliert, der Stern gepackt und die vier durften als Sternsinger für das Erzbistum Köln mit dem ICE nach Berlin reisen. Denn wir hatten das große Glück, dass unsere Wettbewerbskarte mit dem richtigen Lösungswort „Stern“ für das Erzbistum Köln gezogen wurde.
 
Die Mitarbeiter des Kindermissionswerks nahmen uns in der Jugendherberge herzlich in Empfang und nach dem Vorstellen des eigenen Erzbistums Köln („Wir haben in Köln den größten Dreikönigenschrein.“) und dem Kennenlernen der anderen 26 Gruppen aller Diözesen Deutschlands, probten die Sternsinger als ein großer Kinder- und Jugendchor. Die Aufregung war schon groß als die vier Neusser Sternsinger in einer Generalprobe den Segen vortragen mussten.
 
Am Montag, 8. Januar 2018, war es dann soweit. Die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, begrüßte die 108 Kinder und Jugendlichen im Bundeskanzleramt sehr freundlich: „Ihr bringt Gottes Segen mit – und dafür möchte ich euch danken.“ In ihrer Rede lobte sie das Engagement der Sternsinger: „Euer Segen spornt uns an, noch mehr zu tun, damit die Welt ein bisschen besser wird. (…) Wenn wir darum ringen, ob wir eine neue Regierung bilden können, dann stehen Kinderrechte auch in Deutschland auf der Tagesordnung. Aber ein Blick hinaus in die Welt zeigt, dass wir nicht nur an uns denken dürfen“, so Merkel. Das Motto der diesjährigen Aktion: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und welt-weit“. Ein Motto, das auch Bundeskanzlerin Merkel wichtig ist: „Von Schule und Freizeit können viele Kinder nur träumen, weil sie eben jeden Tag arbeiten müssen. Leider hat sich, obwohl wir in vielen Teilen der Entwicklungshilfe auch Erfolge haben, die Zahl der arbeitenden Kinder nicht verändert. Und ich weiß, dass diese Botschaft sich nicht nur so allgemein irgendwohin richtet, sondern natürlich auch an uns als Politikerinnen und Politiker. Es ist wichtig, dass ihr heute noch mal den Finger in die Wunde legt.“
 
Ein Handschlag und ein Gruppenfoto mit der Kanzlerin, für sie singen - damit nicht genug. Mara, Mia, Peter und Louisa durften die Spende von Angela Merkel entgegen nehmen. Sie hatten auch die ehrenvolle Aufgabe, ihr den Segen zuzusprechen. In diesem wurde das Thema Kinderarbeit und die nötige Unterstützung der regierenden Politiker angesprochen: „Wir wollen das Leben der Kinder verändern, die arbeiten müssen in so vielen Ländern. Allein wird es schwer, doch mit euch kann es geh`n, dass Kinder im Dunkel das Sonnenlicht sehn. So sei Gottes Liebe auf all euren Wegen. Bei all eurem Tun und Bemühen zugegegen. Er gebe euch Kraft stets das Gute zu tun. Wir sagen „Danke“ und segnen nun.“
 
Sie schrieben zum Abschluss des Empfangs den Segen 20*C+M+B+18 an prominenter Stelle im Kanzleramt an. Die Bundeskanzlerin versicherte, dass viele Staats- und Regierungschefs sie darauf ansprechen und sie dann an das Engagement der Sternsinger denken werden. Zum Abschluss des Empfangs sang auch die Bundeskanzlerin das Lied „Gloria - Es ist Sternsingerzeit“ kräftig mit.
 
Wir fuhren zurück mit Erinnerungen an nette Begegnungen mit den anderen Sternsingern, deren erwachsenen Begleitungen und mit den sympathischen Mitarbeitern des Kindermissionswerks.
 
Dieses Erlebnis wird uns lange in Erinnerung bleiben und motiviert uns für die weitere Zukunft als Sternsinger sehr.“

Melanie Holländer