Salvator- und Odilien-Oktav in Nievenheim und Gohr

Das Gnadenbild der Salvators in Nievenheim. Foto: TZ
Das Gnadenbild der Salvators in Nievenheim. Foto: TZ
Klaus Koltermann, leitender Pfarrer im Seelsorgebereich „Dormagen-Nord“, bietet zur Wallfahrtszeit in Nievenheim und Gohr eine ethisch orientierte Predigtreihe an. „Was ist das Gewissen?“ lautet die Leitfrage bei Salvator- und Odilien-Oktav.

„Das Gewissen geht über den Verstand und den Intellekt hinaus. Wir mögen zwar versuchen, uns selbst in unserem eigenen Denken zu rechtfertigen, aber ein verletztes Gewissen lässt sich nicht so leicht überzeugen“, so Koltermann. Die Auslegung der Bibel sei deshalb bis heute die entscheidende Grundlage christlicher Gewissensbildung, ist der Theologe überzeugt. Oder anders ausgedrückt: „In welcher Haltung und Erwartung die Menschen auf Gottes Wort hören, ist der entscheidende Schlüssel zur Bildung eines christlichen Gewissens.“ Koltermann möchte den Pilgern dazu Denkanstöße geben.

Die Wallfahrt zum Gnadenbild des Salvators (Erlösers) in Nievenheim beginnt am Mittwoch, 6. Juni, mit der Ankunft von Gläubigen aus Wipperfürth. Pilger aus Köln, Düsseldorf und anderen Teilen des Erzbistums haben sich außerdem angesagt. Die Odilien-Oktav in Gohr nimmt am Samstag, 16. Juni, um 14.30 Uhr mit einer Andacht ihren Lauf. In den Predigten geht es um das Gewissen in Bezug auf Politik und Freiheit genauso wie um die Gewissensbegriffe von Martin Luther, Sophie Scholl oder John Henry Newman.