Schützenfestsonntag im Zeichen der Ökumene

Ökumene beim Fest: Monsignore Assmann. Foto: TZ
Ökumene beim Fest: Monsignore Assmann. Foto: TZ
Mit einem starken ökumenischen Impuls beginnt das Schützenfest in Grevenbroich. Einem Morgenlob in der Innenstadt-Kirche St. Peter und Paul folgt ein festlicher Gottesdienst.
 
Am Sonntag, 7. September, treffen sich die Schützen und ihre Wegbegleiter um 8.45 Uhr in der katholischen Kirche. Die Frage im Vorfeld lautete: „Wie geht Ökumene am Sonntag, was ist beiden Konfessionen möglich?“ Der derzeitige Pfarrverweser Monsignore Guido Assmann von der Pfarreiengemeinschaft „Elsbach/Erft“ und Pfarrerin Monika Ruge von der evangelischen Christuskirchengemeinde sind sich einig, hier gemeinsam einen Weg finden zu wollen, der besonders dem katholischen Anliegen einer Messfeier gerecht wird. Sowohl in Dormagen als auch in Neuss gibt es dafür schon gelungene Beispiele. Dort ist der Messfeier ein ökumenisches Morgenlob vorgeschaltet.
 
So wird es in diesem Jahr auch in Grevenbroich gehandhabt. Im ökumenischen Morgenlob singen die Gottesdienstbesucher gemeinsam, sie beten Psalmen, lesen einen Bibeltext und hören die Predigt – und feiern damit, was sie eint: nämlich das Hören auf Gottes Wort. „Ein schöner gemeinsamer Auftakt in ökumenischer Verbundenheit“, so Assmann.
 
In einem nahezu fließenden Übergang wird sich dann die katholische Messe anschließen, „denn diese ist für Katholiken an einem Sonntag unaufgebbar“, sagt der Monsignore. Hier müsse die Trennung beider Kirchen ausgehalten werden. „Das ist etwas, was wir von evangelischer Seite natürlich respektieren, gleichwohl auch bedauern“, stellt Pfarrerin Ruge fest. „Doch wir freuen uns über jedes Zeichen ökumenischer Gemeinschaft, und das Schützenfest ist ein sehr schöner Anlass, diese zu setzen“, da sind sich beide Geistliche einig. Ob ein solches Modell zukunftsfähig ist, hängt davon ab, wie die Akzeptanz bei den Schützen ist.