Schwere Mängel: Pfarrkirche St. Clemens in Kapellen wird saniert

Gerüste prägen derzeit das Bild der Kapellener St.-Clemens-Kirche. Foto: TZ
Gerüste prägen derzeit das Bild der Kapellener St.-Clemens-Kirche. Foto: TZ
Zahlreiche Gerüste zeigen es schon von weitem an: Die 1838 geweihte Pfarrkirche St. Clemens wird umfassend saniert. Vor der Planung einer neuen Orgel hatte das Erzbistum eine Untersuchung des Gebäudezustands gefordert. Und dabei stellten die Experten „zu unserem Schrecken schwere Mängel fest“, so der Kirchenvorstand in einem Brief an die Gemeinde.
 
Insgesamt 18 Monate sollen die rund 1,6 Millionen Euro teuren Arbeiten dauern. Unter anderem muss das Dach erneuert werden. Saniert werden müssen darüber hinaus die Fugen des Mauerwerks sowie die Einfassungen der Fenster. Die Gottesdienste werden voraussichtlich nicht tangiert, die Kirche bleibt geöffnet.
 
„Schweren Herzens“ hatte der Kirchenvorstand den Baumaßnahmen zugestimmt, „um unsere Kirche wieder in einen guten Zustand zu bringen“. Dem Wunsch nach einer neuen Orgel tut die Maßnahme keinen Abbruch, „sowohl aus liturgisch-musikalischen, als auch aus künstlerischen Gründen“, wie es heißt.
 
Die Neuanschaffung „würde in der Pfarreiengemeinschaft Niedererft die Durchführung von Konzerten ermöglichen, die in anderen Kirchen wegen der Raumgröße und den vorhandenen Instrumenten unmöglich sind“, erklärt der Kirchenvorstand. Nach dem Vorbild der Hülchrather Gemeinde St. Sebastianus denken die Kapellener an die Gründung eines Orgelbauvereins.