Segnungsfeiern und Fastenpredigten im Nikolauskloster

Im Nikolauskloster bei Glehn warten neue Angebote in der Fastenzeit. Foto: TZ
Im Nikolauskloster bei Glehn warten neue Angebote in der Fastenzeit. Foto: TZ
Die Fastenzeit ist eine ruhige, beinahe schon langweilige Zeit? Statt dem bunten Treiben des Karnevals nun graue Eintönigkeit? Nicht so im Nikolauskloster der Oblatenmissionare bei Glehn: Gerade nach Aschermittwoch überraschen die Patres mit einem vielfältigen Angebot. Anders als jedoch das närrische Treiben beruft sich das Nikolauskloster im Jahr der Barmherzigkeit auf echte, tiefgründige Begegnungen.
 
Bereits einen Tag nach Aschermittwoch, am Donnerstag, 11. Februar, findet ab 17 Uhr anlässlich des Weltgebetstags der Kranken eine Segnung in der Klosterkirche statt. „Die Segnung gibt Personen Anteil an Gottes Kraft“, erklärt der Rektor des Nikolausklosters, Pater Felix Rehbock. Da viele Kranke, ob psychisch, seelisch oder körperlich leidend, nach wie vor oftmals gemieden werden, sei eine Segnung ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Leidende seinen Weg nicht allein gehen muss. „Gerade im Jahr der Barmherzigkeit sollten wir nicht nur davon zu reden, sondern die Barmherzigkeit auch leben. Barmherzig mit Kranken zu sein, bedeutet daher für mich, ihnen Zeit und Berührung zu schenken. Sie sollen sich nicht einsam fühlen auf ihrem Weg und womöglich aufgeben. Vielmehr kann ein Kranker durch die Teilnahme anderer an seinem Leben und Leiden Kraft schöpfen, um gesund zu werden“, so Pater Felix. Im Anschluss an die Krankensegnung soll eine Lichterprozession durch den Klosterpark zur Lourdes-Grotte stattfinden – einem Ort, an dem bereits viele Menschen Hilfe, Trost und neue Hoffnung geschöpft haben.
 
Am Samstag, 13. Februar, wird ab 18 Uhr in der Kirche des Nikolausklosters der Valentinstag mit einem Gottesdienst für Verliebte eingeläutet. „Schließlich ist Gott die Liebe schlechthin. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen aus ganzem Herzen liebt, so spiegelt sich in dieser menschlichen Liebe sozusagen Gott selbst“, erklärt Pater Felix. Daher fände er es wichtig, dies ganz besonders zum Ausdruck zu bringen und Gott bewusst in der Partnerschaft einen Platz einzuräumen.
 
Jesu Liebe zu den Menschen führte ihn ans Kreuz, woran Christen insbesondere an den Kartagen gedenken. In der Zeit davor, den 40 Tagen der Fastenzeit, haben sie die Gelegenheit, ihren Lebensstil zu überdenken und an den nötigen Stellen zu ändern. Hilfreich bei der Reflexion sind unter anderem auch die Fastenpredigten an den Sonntagen, die es bereits in der alten Kirche gab. Was damals in der Taufe an Ostern mündete, dient heute dazu, den Glauben zu intensivieren und das Leben stärker am Evangelium auszurichten. Die Oblaten im Nikolauskloster laden an den Sonntagen in der Fastenzeit (vom 14. Februar bis zum 20. März) in den Sonntagsmessen um 10 beziehungsweise 18 Uhr zu ihrer Fastenpredigtreihe ein. Im Vordergrund steht das Thema der Barmherzigkeit, das in diesen Tagen wohl aktueller denn je ist. Prediger sind Pater Hans Ziffels, Pater Thomas Wittemann und Pater Felix Rehbock.