Singen für den Glauben

Der Kirchenchor „Cäcilia“ aus Glehn feiert sein 100-jähriges Bestehen ganz groß. Das Festprogramm beginnt am Sonntag, 13. April, um 11 Uhr mit einer Messe in St. Pankratius, die die Jubilare mit Unterstützung des Pfarr-Cäcilien-Chores aus Holzheim musikalisch gestalten. Neben Empfang und Mittagessen, Kaffee und Kuchen im Pfarrzentrum sind dann Auftritte von Kammerorchester und Männergesangverein geplant.

Chorvorsitzende Doris Bovelet, Präses Pfarrer Michael Tewes und Chorleiter Paul van de Weyer werden bei dieser Gelegenheit die wechselvolle Historie der Gemeinschaft Revue passieren lassen. Schriftführer Franz Münch hat sie zu Papier gebracht. Gründervater war der Küster, Organist und Chorleiter Wilhelm Wessig 1908. „Noch im gleichen Jahr suchte er den Anschluss an den allgemeinen Cäcilienverein und gründete den heutigen Kirchenchor. Dieser bestand anfänglich aus 15 schulentlassenen Knaben, denen sich bis Ostern noch mehrere ältere Sänger anschlossen“, so heißt es in der Chronik. Seine ersten Auftritte feierte der Chor während eines Ausflugs nach Rubbelrath „bei einem Glas Freibier“. Längst ist die „Cäcilia“ aus dem örtlichen Kirchenleben nicht mehr wegzudenken. Daran änderten auch die Wirren der Geschichte nichts. Drei Sänger kehrten nicht mehr aus dem Zweiten Weltkrieg zurück, die Menschen lebten in Not. Im Nachkriegsbericht stand der Satz „Wir singen, um die Gläubigen im Glauben zu stärken.“ Heute blicken die Mitglieder dankbar zurück auf Höhepunkte wie den Auftritt mit den Chören aus dem Seelsorgebereich im Kölner Dom, viele andere Gottesdienste und Ausflüge wie auf die Sababurg im Reinhardswald. ZIM