Soziallotsen-Projekt in Grevenbroich gestartet

Jürgen Weidemann freut sich über die Soziallotsen. Foto: TZ
Jürgen Weidemann freut sich über die Soziallotsen. Foto: TZ

In Grevenbroich hat das Projekt „Soziallotsen“ begonnen. Bisher 14 ehrenamtliche Mitarbeiter hören Menschen mit Problemen zu, geben ihnen Rat und lotsen sie weiter zu Dienststellen, die weiterhelfen können bei Arbeitslosigkeit, Sucht, Überschuldung oder anderen Schwierigkeiten.

Die Gemeinden in den Seelsorgebereichen „Niedererft“, „Elsbach/Erft“ und „Vollrather Höhe“ machen es gemeinsam mit dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss möglich. „Unsere Initiative wird vom Diözesan-Caritasverband mit 15.000 Euro gefördert. Das hat Leuchtturmcharakter, denn auf lange Sicht sollen im gesamten Erzbistum Köln solche Anlaufstellen mit geschulten Ehrenamtlern entstehen“, so Jürgen Weidemann, Fachberater für Gemeindecaritas.

Bereits jetzt gibt es Sprechstunden im Pfarrzentrum „Carl-Sonnenschein-Haus“ in Elsen, in der Kapellener Altentagesstätte St. Clemens, im Pastoralbüro an der Josephskirche in der Grevenbroicher Südstadt sowie im Kontaktbüro St. Cyriakus in Neuenhausen. Die ersten Erfahrungen sind positiv. So konnte einer Schwangeren, die kein Geld für die Baby-Erstausstattung hatte, geholfen werden. Einer anderen Frau, die Hartz IV bekommt, wurde der Weg zu einem Sozialticket für Bus und Bahn geebnet.

Die „Soziallotsen“ haben eine Hotline  (montags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr): Die Nummer lautet (0157) 54 34 38 92.