Spiritaner in Knechtsteden trauern um ihren Superior Hartmut Straubinger

Knechtstedens Superior Hartmut Straubinger ist gestorben. Archivfoto: TZ
Knechtstedens Superior Hartmut Straubinger ist gestorben. Archivfoto: TZ
Die Spiritaner im Kloster Knechtsteden trauern um ihren Superior Pater Hartmut Straubinger, der im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Er wirkte mehrere Jahrzehnte in Brasilien, kehrte im Jahr 2016 nach Knechtsteden zurück und übernahm dort 2017 das Amt des Hausoberen.
 
Straubinger – in Brasilien „Padre Pedro“ genannt – wurde 1944 in Tübingen geboren. Er besuchte die Volksschule in seinem Heimatort Dettingen bei Horb. Es folgten die höheren Schulen in Sigmaringen und Donaueschingen, wo er 1963 das Abitur ablegte. Anschließend trat er ins Noviziat der Spiritaner ein und legte 1964 die Erste Profess ab. In Knechtsteden nahm er das Studium der Philosophie auf und wechselte 1966 mit den übrigen Studenten für die Theologie an die Hochschule der Jesuiten in Frankfurt-St. Georgen.
 
Am 15. August 1970 empfing Straubinger die Priesterweihe und arbeitete dann ein Jahr als Kaplan in Hadamar, Diözese Limburg. Dann wagte er den großen Sprung nach Brasilien, absolvierte Anfang 1972 den Sprachkurs CENFI in Brasilia und wurde Pfarrvikar in Vila Mangalot (São Paulo). Drei Jahre lang begleitete er auch die deutsche Gemeinde in São Paulo, bevor er sich in den Süden begab. Für zwölf Jahre wirkte er als Ökonom in Salete (Santa Catarina) und übernahm auch Dienste in der dortigen Diözese Rio do Sul.
 
1990 kehrte er nach São Paulo zurück und bekam von der Erzdiözese eine Anstellung als Kaplan und später als Pfarrer in einer Gemeinde im Stadtteil Vila Mangalot, wo damals auch das Studienhaus der Spiritaner lag. Anschließend verbrachte er einige Zeit bei den holländischen Mitbrüdern in Ceilândia, einer Satellitenstadt von Brasília. Dann wechselte er in den Bundesstaat Minas Gerais über, wo er in Jardim Laguna eine Gemeinde übernahm. 2016 gab er seinen Dienst dort auf und kehrte – gesundheitlich wohl schon angeschlagen – nach Knechtsteden zurück, von wo er einst in „seine Mission" Brasilien aufgebrochen war.