St. Elisabeth und Hubertus: der Weltjugendtag 2016 geht weiter

St. Elisabeth und Hubertus: der Weltjugendtag 2016 geht weiter
Rund ein halbes Jahr ist der Weltjugendtag in Krakau nun schon vorbei. Doch viele Erinnerungen und Kontakte bleiben weit darüber hinaus bestehen. In der Gemeinde St. Elisabeth und Hubertus (Neuss-Reuschenberg und -Selikum) findet das Glaubensfest sogar eine ganz besondere Fortsetzung.
 
Jugendlichen aus der ganzen Welt begegnen, gemeinsam glauben, Freunde finden, Papst Franziskus erleben. Das waren beeindruckende Erlebnisse. Das war ein unvergessliches Glaubensfest. Es war eine wunderschöne Erfahrung der Gemeinschaft und des Eins-Seins in Christus – trotz der anderen Sprache und Kultur. Besonders beeindruckt zeigt sich die Reisegruppe aus den Gemeinden St. Elisabeth und Hubertus um ihren Kaplan Zbigniew Cieslak von der Gastfreundschaft in dem fremden Land.
 
Cieslak erinnert sich: „Die Zeit in Polen mit unseren Jugendlichen war eine ganz besondere Zeit. Polnische Gastfreundschaft, Offenheit, Hilfsbereitschaft, wie gut sich polnische und deutsche Jugendliche verstanden haben, das waren unvergessliche Erlebnisse.“ Elf Tage hat die Gruppe in Polen verbracht, zunächst in Breslau und später in Trzemesnia, das ca. 40 km von Krakau entfernt liegt. Beide Male übernachteten die Pilger bei Gastfamilien. „In der ersten Woche in Breslau in der Gemeinde Pracze sollten am Anfang 100 Pilger aus Deutschland aufgenommen werden. Es kamen aber nur 50 Pilger und der Pfarrer und das Kernteam hatten große Probleme, wie sie aus 50 Pilgern 100 machen, damit die Gastfamilien, die sich so sehr auf die Gäste gefreut hatten, auch Gäste aufnehmen konnte.“, erzählt der Geistliche. „Als unsere Gruppe angekommen ist, wurde schon alles geregelt, so erzählte mir der Pfarrer. Wie weiß ich nicht, aber ich weiß, dass alle Jugendlichen in Gastfamilien aufgenommen wurden, oft in bescheidenen Verhältnissen, aber mit großem Herz und Gastfreundschaft.“
Die Weltjugendtagsteilnehmerin Pia Icking beschreibt die Zeit in Pracze so: „Die Herzlichkeit, Freundlichkeit und Barmherzigkeit wird in Polen sehr groß geschrieben. Unsere erste Woche in unserer Gastgemeinde war unglaublich schön. Alle waren so nett, fröhlich und lustig zueinander. Obwohl die Verständigung manchmal etwas holprig war, konnten wir uns gegenseitig immer helfen und Spaß haben. Nicht nur die täglichen polnisch/deutschen Messen waren sehr familiär, auch unser gemeinsam geplantes Pfarrfest von der Gemeinde war ein großes Highlight in dieser Woche. Ich habe diese Zeit in dem gemeinsamen Zusammenleben sehr genossen. Es bereicherte mich auch, weil unsere Gastfamilie alles selbstverständlich und mit einer Hingabe und Güte angenommen und gegeben hat. Es war einfach großartig.“
 
Schon wenige Tage nach dem Weltjugendtag kam den Neussern eine Idee: „Wir möchten uns revanchieren, und wir laden die Jugendlichen zu uns nach Neuss ein.“ Nun steht diese Idee kurz vor ihrer Umsetzung.Das Kernteam und der Jugendchor aus Breslau – insgesamt ca. 30 Personen – freuen sich schon auf den Gegenbesuch. Ende April ist es soweit, dann werden sie fünf Tage in Neuss verbringen. Die jungen Menschen möchten das Leben in den Neusser Gemeinden besser kennenlernen und werden zwei Messfeiern am Wochenende musikalisch mitgestalten. „Ich bin mir sicher, dass es eine schöne Zeit für die Gäste, aber auch für unsere Jugendlichen und unsere Gemeinden wird“, so Kaplan Cieslak. „Wir möchten unseren Gästen die Sehenswürdigkeiten unserer Gegend in Neuss, Köln und Düsseldorf zeigen. Zudem wollen wir zwei Grillabende, ein Picknick mit Gastfamilien, unseren Gästen und mit der Gemeinde organisieren. Als Highlight möchten wir die Jugendlichen zum Phantasialand bei Köln einladen“, stellt er das Programm für die Reisegruppe vor.
Doch um alles wie geplant realisieren zu können, sind die Gemeinden St. Elisabeth und Hubertus auf Unterstützung angewiesen. Für einige mitreisende Jugendliche werden noch Gastfamilien gesucht. Außerdem werden Geldspenden gern entgegengenommen.
 
Beim Abschlussgottesdienst in Krakau rief Papst Franziskus den Jugendlichen zu: „Der Weltjugendtag beginnt heute und geht morgen zu Hause weiter. Jesus möchte nicht in dieser schönen Stadt bleiben, sondern er möchte mit zu dir nach Hause kommen. In dein Alltagsleben.”  „Ich denke, wir sind auf dem guten Weg, den Auftrag vom Papst Franziskus zu erfüllen und freuen uns sehr darüber“, entgegnet Kaplan Cieslak.
 
Wer den Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen unterstützen möchte, kann eine Spende im Pfarrbüro abgeben oder auf folgendes Konto überweisen:
Kontoinhaber: Kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth und Hubertus
IBAN: DE55 3056 0548 2117 1630 19
BIC: GENODED1NLD
Stichwort: WJT Gäste
Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden, dazu müssen Name und Adresse bei der Überweisung unbedingt angegeben werden.