St. Martin - mehr als Pferd und Weckmann

St. Martin - mehr als Pferd und Weckmann
Wenn es in diesen Tagen abends dunkel wird, werden wieder laut singende Kinder mit Laternen durch die Straßen ziehen. Sie folgen dem Hl. Martin und bringen damit zum Ausdruck, dass seine Botschaft auch mehr als 1.600 Jahre nach seinem Tod noch aktuell ist.

Der Hl. Martin von Tours gilt als „Aushängeschild“ der christlichen Botschaft des Teilens. So wie er seinen Umhang mit einem vor Kälte fast erfrierenden Bettler geteilt hat, so sollen auch wir uns heutzutage in Nächstenliebe üben.

Rund um den Gedenktag des Hl. Martin von Tours hat sich über die Jahrhunderte hinweg ein facettenreiches Brauchtum entwickelt, das bei weitem nicht nur aus den Martinszügen besteht und an dem längst nicht nur katholische Christen teilhaben. Ebenso weit verbreitet ist das anschließende „Gripschen“, bei dem Kinder von Haus zu Haus ziehen, Martinslieder singen und dafür mit Süßigkeiten belohnt werden. Vielerorts treffen sich Menschen zum Weckmann- oder Gänseessen. Zahlreiche Legenden, Lieder und Texte, ja sogar Kochrezepte zeugen davon, dass das Andenken an den Hl. Martin in unserer Zeit noch immer lebendig gehalten wird.

Umfangreiche und vielfältige Informationen über den Hl. Martin von Tours sind im Internet unter www.heiliger-martin.de zu finden.

Über die in diesen Tagen vor Ort stattfindenden Martinszüge informiert die Neuß-Grevenbroicher Zeitung: Neuss, Grevenbroich, Glehn (Korschenbroich).