St. Martinus: Zonser Stubenmusi besteht seit 25 Jahren

Jubiläumskonzert in St. Martinus: Die Zonser Stubenmusi beging ihr 25-jähriges Bestehen.
Jubiläumskonzert in St. Martinus: Die Zonser Stubenmusi beging ihr 25-jähriges Bestehen.
„Ich mache Stubenmusik, wer macht mit?“ –  Diese kleine Anzeige im „Fips“, dem Rheinischen Anzeiger, brachte die Steine ins Rollen, oder besser gesagt, die Saiten zum Klingen. Adolf Kolb aus Nievenheim hatte begonnen, Zither zu spielen und suchte vor 25 Jahren jemanden, der seine Liebe zu alpenländischer Volksmusik teilt. Michael Hermanns aus Zons entdeckte diese Anzeige, rief ihn sofort an, und so war der Grundstein zu "25 Jahren Stubenmusik" gelegt, was jetzt in einem großen Jubiläumskonzert in St. Martinus in Zons einen Höhepunkt fand.
 
Zu Adolf Kolb mit der Zither und Michael Hermanns mit der Mandoline gesellten sich schon bald Leni Manns und Antje Verbücheln mit der Gitarre sowie Hans Hubert Klein mit dem Hackbrett. Adolf Kolb und Leni Manns sind heute nicht mehr aktiv, stattdessen ergänzen Marie Reupke mit der Harfe, Dagmar Borchers mit ihrer Geige und Hilde Rochulus sowie Karin Böser mit ihren Gitarren das Ensemble der Zonser Stubenmusi.
 
Zehn- bis zwölfmal jährlich musiziert das Ensemble zu verschiedenen Anlässen, begleitet Gottesdienste und Andachten in der Dormagener Pfarrgemeinde St. Michael, zu der Zons gehört, und als jährlichen Höhepunkt gestaltet die Stubenmusi seit 20 Jahren den ersten Weihnachtstag in der Zonser Kirche mit einem besinnlichen Konzert an der Krippe, das sie überregional bekannt machte.
 
Zu ihrem Jubiläumskonzert lud die Zonser Stubenmusi nun befreundete Musiker ein – und so kamen der Zithersolist Konny Kyrion aus Köln, Jutta Claar mit dem Heldenberger Saitenspiel aus Hessen, Anita Alt und Ute Korth aus Hanau sowie Reinhold Bott aus Norderstedt und komplettierten das Saitenmusikensemble Würfelspiel.  In der voll besetzten Kirche St. Martinus gestalteten die Musiker ein kurzweiliges Konzert.
 
Okarinenspiel von der Orgelempore sorgte für Gänsehaut direkt zu Beginn, schwungvoll ging es weiter mit einer gemeinsam gespielten Polka, dirigiert von Jutta Claar, abwechselnd spielten die verschiedenen Ensembles Tänze, Menuette und zeitgenössische Kompositionen junger Volksmusiker. Als Abschluss durfte  das Harry-Lime-Thema aus dem Film „Der dritte Mann“ nicht fehlen – und wie beim Weihnachtskonzert lud die Zonser Stubenmusi zum Schluss zum gemeinsamen Erklingen des Instrumentes ein, das jeder Mensch immer mit sich trägt: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, ertönte aus einem vielstimmigen Chor aus dem Zonser Kirchenschiff.
 
Mit einem begeisterten Applaus verabschiedeten die Zuhörer die Musikanten – mit der Eintrittspende von rund 400 Euro unterstützen die Zonser Musiker  die jungen Sängerinnen und Sänger des Dormagener Chorhauses.