St. Stephanus: Sternsinger aus Hoeningen vertreten das Erzbistum bei der Bundeskanzlerin

Vorfreude auf Berlin (von links): Simon Niersbach, Lea Sophie Rams, Michaela Spitzer-Rams, Jakob Baus und Leonie Adamczyk, die Sternsinger aus Hoeningen. Foto: TZ
Vorfreude auf Berlin (von links): Simon Niersbach, Lea Sophie Rams, Michaela Spitzer-Rams, Jakob Baus und Leonie Adamczyk, die Sternsinger aus Hoeningen. Foto: TZ
Die türkisfarbenen T-Shirts sind rechtzeitig fertig geworden. Vorn stehen darauf die Namen der Sternsinger und der Pfarrgemeinde St. Stephanus, hinten ist das Jahresmotto „Wir gehören zusammen“ aufgedruckt. „Die Hemden sollen bei der Zugfahrt und beim Vortreffen in Berlin getragen werden“, erklärt Michaela Spitzer-Rams.
 
Sie betreut ihre Tochter, Obermessdienerin Lea Sophie Rams, sowie Simon Niersbach, Leonie Adamczyk und Jakob Baus bei ihrer Reise an die Spree. Das Quartett aus Rommerskirchen-Hoeningen vertritt das Erzbistum nämlich beim traditionellen Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit dem ICE von Köln geht es in die Hauptstadt, wo die Gruppe in der Jugendherberge Ostkreuz übernachtet, ehe der große Moment dann kommt.
 
Die Jungen und Mädchen vom Gillbach hatten sich am Wettbewerb der Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung (nämlich den Begriff „Wir“) gefunden. Bei der anschließenden Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie zudem das nötige Losglück, worauf im Hause Rams der alte Fußball-Schlachtruf „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ erklang.
 
„Ich stell‘ mir das total spannend vor“, sagt Jakob (8). Und Leonie (12) ergänzt: „Ich freue mich sehr, denn das ist eine einmalige Sache.“ Simon (13) ist schon ganz nervös, „denn so etwas kann man nicht immer bekommen“. Lea Sophie (14) kann das gut verstehen: „Es ist schon aufregend, solch einer wichtigen Person wie der Bundeskanzlerin zu begegnen und die Gemeinschaft der Sternsinger an diesem Tag in so einem großen Rahmen zu erleben.“
 
Jakob, der Kleinste, bereitet sich gerade auf die Erstkommunion vor. Die anderen Drei sind schon Messdiener und erfahrene Sternsinger. Insgesamt 40 kleine Könige waren voriges Jahr in der weniger als 1000 Seelen zählenden Gemeinde St. Stephanus unterwegs, die sich über Hoeningen und Widdeshoven bis nach Ramrath und Villau erstreckt. „Alle waren mit Feuereifer dabei“, berichtet Michaela Spitzer-Rams, die nicht nur Sternsinger-Leiterin ist, sondern auch dem „Runden Tisch St. Stephanus“ und dem „Arbeitskreis Erstkommunion“ angehört.
 
Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Kanzlerin Merkel heißt die kleinen und großen Könige bereits zum 14. Mal willkommen. Unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ werden sich die Sternsinger bei der 61. Aktion Dreikönigssingen an die Seite von Kindern mit Behinderung stellen.
 
Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.