Theologen kritisieren Bistumsreformen

Theologen kritisieren Bistumsreformen
Katholische Theologen haben die Reformprozesse in den deutschen Diözesen kritisiert. Die Bischöfe orientierten sich bei der Umstrukturierung der Gemeinden nur an Priesterzahlen, beklagte der Dortmunder Pastoraltheologe Norbert Mette heute bei einer Konferenz in Schwerte.
Maßstab solle aber nicht der Priestermangel sein, sondern die im Neuen Testament beschriebene frühe Kirche. „Auch vom Kirchenrecht her ist es nicht legitimiert, dass ich mich nach Priesterzahlen richte”, erklärte die Regensburger Kirchenrechtlerin Sabine Demel. Sie rief Pfarrer und Pfarreien auf, sich nicht jede Strukturveränderung „von oben nach unten” vorschreiben zu lassen. Die Laiengremien müssten stärker einbezogen werden. „Sie sollten sich auch einmal verweigern und sagen: Nicht mit mir. Denn was wollen die Bischöfe, wenn wir nicht mitmachen”, so Demel. (kna)