Über 500 Teilnehmer beim „Firm.day“ in Neuss

Über 500 Teilnehmer beim „Firm.day“ in Neuss
PEK - Annika fand’s „echt cool“, und ihre Freundin Lara war „beeindruckt“. Die beiden 14-jährigen Mädchen gehörten zu den Teilnehmern des ersten „Firm.day“, zu dem sich über 500 Firmlinge und Katecheten in Neuss getroffen haben.

Die „Junge Kirche Rhein-Kreis Neuss“ und die Katholische Jugendfachstelle Düsseldorf richteten das Fest der Begegnung aus. Anlass der Veranstaltung war der Wunsch von Weihbischof Dr. Rainer Woelki, die Jugendlichen einmal vor – und nicht, wie sonst – erst nach der Firmvorbereitung kennen zu lernen. Das Projekt ist geglückt. Das mal heitere, mal besinnliche Spektakel zog die Jugendlichen in seinen Bann. Es begann im Quirinusmünster, und es endete dort – mit einer feierlichen Jugendmesse mit dem Weihbischof. Die musikalische Gestaltung übernahmen Regionalkantor Michael Landsky und Gregor Linßen, aus Neuss stammender Komponist moderner Kirchenlieder.

„Ich find’s echt klasse, dass Ihr leibhaftig spürt: Wir sind nicht allein. Ihr seid mit vielen Gleichaltrigen gemeinsam auf dem Glaubensweg“, so Woelki vor der großen Schar der Jugendlichen. Die Kirche und das Evangelium seien schließlich nicht nur etwas für alte Leute. „Sie begleiten Euch ein Leben lang“, sagte der Weihbischof. Pfarrer Marcus Bussemer, Jugendseelsorger im Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss, war erfreut über die Resonanz: „Wir hatten mit 200 Besuchern gerechnet. Dass es über 500 würden, hätten wir nie gedacht.“ Auch Dieter Boristowski, Moderator des Tages und Referent der Katholischen Jugendfachstelle, war „berauscht davon, so viele junge Menschen in der Kirche zu sehen“. Die hohe Teilnehmerzahl unterstreiche es eindrucksvoll: „Unser Glaube lebt!“

Kernpunkte der Veranstaltung waren verschiedene Workshops im Münster, im Kardinal-Frings-Haus, im Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg und im „Haus der Jugend“. Da wurden Speisen aus der Zeit der Bibel hergestellt, da wurden Lieder für den Gottesdienst geprobt, da wurden bei einem Kunstprojekt unter fachkundiger Leitung Bilder gemalt. Mitglieder der Rockband „Goliath’s Revenge“ zeigten an ihren Texten, was es für Folgen haben kann, an Jesus Christus zu glauben. Auch sportliche Einlagen und ein Spontantheater mit biblischen Geschichten fehlten nicht. Tänze unter dem Leitwort „Gotteslob als Bewegungsspaß“ standen genauso auf dem abwechslungsreichen Programm wie ein Gespräch mit dem Weihbischof. Woelki beleuchtete dabei die verschiedenen Formen des Glaubenszeugnisses: „Christen bekennen, was ein Leben mit Jesus so wertvoll macht. Das geht nicht nur mit der Sprache, das geht auch durch das Wirken in der Schulklasse, beim Sport, bei der Musik oder anderswo.“ Wichtig sei nur, dass Leben und Glauben „eine Einheit bilden“. Und darüber können sich die Jugendlichen nun bis zu ihrer Firmung Anfang nächsten Jahres austauschen. Die Basis dazu hat der „Firm.day“ gelegt. (PEK/T.Z.)