Vom Rhein an den Ammersee - Sebastian Faerber beginnt sein Noviziat in St. Ottilien

NEUSS. „Eine innere Sehnsucht“ sei es gewesen, die ihn aus dem Rheinland nach Bayern geführt habe, sagt Sebastian Faerber. Der 19-jährige Messdiener aus der Pfarrgemeinde Christ König beginnt am 14. März — ein halbes Jahr nach seiner feierlichen Aufnahme ins Postulat — das Noviziat im Kloster St. Ottilien, dem Mutterhaus der Missionsbenediktiner am Ammersee.

„Begeistert bin ich von der Freundlichkeit und Offenheit meiner Mitbrüder. Es herrscht hier ein sehr entspanntes, fast familiäres Miteinander“, berichtet der junge Mann. Er hat die katholische Burgunderschule sowie die Janusz-Korczak-Gesamtschule in Neuss und schließlich die Berufsfachschule für Naturwissenschaft in Dormagen besucht, ehe der Wunsch, ins Kloster zu gehen, immer konkreter wurde. Wertvolle Unterstützung erhielt Faerber von seinem geistlichen Begleiter, Pfarrer Otfried Engel, der als Subsidiar im Seelsorgebereich Furth/Weißenberg wirkt.

Der Tag des künftigen Novizen und seiner Mitbrüder beginnt um 4.30 Uhr und endet um 20 Uhr mit dem letzten gemeinsamen Gebet. „Danach herrscht in der Regel absolutes Stillschweigen bis zum Laudesruf des nächsten Morgens“, so Faerber. Dabei sei den Mönchen der Umgang mit weltlichen Dingen nicht fremd. „Im Computerraum befinden sich vier internetfähige Rechner, auch Schnittstellen für Laptops sind vorhanden“, heißt es. Und noch etwas hat St. Ottilien: eine eigene Feuerwehr. Denn auch dies ist dem Neusser wichtig. Im Löschzug Furth hat er ehrenamtlich mitgemacht, und jetzt kann er seine Kenntnisse selbst in Bayern anwenden. Seine E-Mail-Adresse beginnt nicht umsonst mit dem Hinweis auf die Notfallnummer: „faerber112“ muss derjenige eingeben, der dem Novizen in spe elektronische Post schicken möchte. ZIM