Wer macht mit beim SOS-Familiendienst?

Wer macht mit beim SOS-Familiendienst?
Freud und Leid liegen dicht beieinander, bestimmen unser Leben. Besonders dann, wenn ein neues Jahr beginnt, werden wir nachdenklich: Was bringen uns die nächsten zwölf Monate? Geht alles so gut wie bisher? Bleiben wir gesund? Ist der Arbeitsplatz gesichert? Alles kann so furchtbar schnell zu Ende sein...

Und dann brauchen wir Menschen, die uns auffangen, die für uns da sind in der größten Not. Zum Beispiel die beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Caritasverbandes im Rhein-Kreis Neuss. Er startet jetzt einen SOS-Dienst für Familien, die in eine Notlage geraten sind.

Ein klassischer Fall: Bei einer Familie hat sich Nachwuchs eingestellt, aber der ist kränklich, weint viel und trinkt wenig. Der Vater ist berufstätig und kann kaum für Entlastung sorgen. Die Mutter steht am Rande ihrer Belastbarkeit, weiß nicht, was sie tun soll. Eine Freundin gibt ihr den entscheidenden Rat: „Geh doch mal zur Caritas!“ Und sie tut es. Die eben geschilderte Familie braucht eigentlich keine intensive pädagogisch-fachliche Beratung oder Begleitung, sondern nur ein wenig Entlastung.

Und da soll jetzt der SOS-Dienst für Familien eingreifen. Dazu die Projektleiterin Ingeborg Glauer: „Dieser Dienst soll die Arbeit unserer vielen Fachdienste ergänzen. Unser Angebot richtet sich an Familien oder Alleinerziehende, die in Neuss leben und bereits Kontakt zu Fachdiensten im Bereich der Jugend- und Familienhilfe haben oder hatten.“

Gesucht werden nun ehrenamtliche männliche und weibliche Familienbegleiter, die im SOS-Dienst aktiv werden möchten. Im oben geschilderten Fall wäre ein Ehrenamtler genau richtig, der sich zwei- bis dreimal pro Woche für einige Stunden um die Kinder kümmert und Stresssituationen entschärft, bevor es zu einer ernsthaften Krise kommt. Denkbar ist auch, dass er vorübergehend Alltagsaufgaben übernimmt, zum Beispiel das Kochen oder kleinere Besorgungen. Interesse? Dann melden Sie sich bei Ingeborg Glauer, Tel. 36928-30, E-Mail „sos-dienst@caritas-neuss.de“. Der zeitliche Umfang der Tätigkeit richtet sich nach den Bedürfnissen der Familien und nach den Möglichkeiten der Ehrenamtler. Und das sollten diese mitbringen: Freude am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen, Geduld, Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und die Bereitschaft, den eigenen Horizont zu erweitern.

Initiatoren des ganzen Projektes sind die Caritas-Erziehungs- und Familienberatungsstelle „balance“ und die Freiwilligenzentrale Neuss auf dem Meererhof. Gefördert wird der SOS-Dienst für Familien vom Ehe- und Familienfonds des Erzbistums Köln.