Wer mitmacht, erlebt Gemeinde

Joachim Braun, Pfr. Wolfgang Vossen, Matthias Schmitz (von links nach rechts)
Joachim Braun, Pfr. Wolfgang Vossen, Matthias Schmitz (von links nach rechts)
Für Sonntag, den 20. April hatten die Gemeinden aus dem Seelsorgebereich „Im Neusser Süden“ zu einem Präsentationstag eingeladen. Unzählige Gemeindemitglieder machten mit und erlebten, was Gemeinde auch in der heutigen Zeit noch bedeutet.

Wer in der Gemeinde macht etwas? Wer weiß etwas über andere? Diese Fragen waren der Auslöser, die Gruppen und Einrichtungen aus den Gemeinden St. Paulus, St. Peter / Hoisten, St. Andreas und St. Peter / Rosellen einmal zusammenzuführen. „Zu Beginn der Vorbereitungen war noch nicht absehbar, dass es ab 1. Januar den neuen großen Seelsorgebereich geben würde. Die Veränderungen stellen die Konzeption des Tages nicht auf den Kopf, eröffnen aber eine neue Dimension“, dachte Pfarrer Wolfgang Vossen. Und so lud er alle vier Gemeinden ein, sich selbst und untereinander besser kennenzulernen.

Mit einem Gottesdienst in der prall gefüllten St. Paulus-Kirche begann der Tag. Fast 500 Gläubige nahmen daran teil. Anschließend begann ein reges Treiben rund um die Kirche. Alle in den Gemeinden engagierten Gruppen trugen etwas dazu bei: Die Messdiener boten Kirchenführungen an, die Chöre luden zum offenen Singen ein. Eine Senioren-Tanzgruppe bat zum gemeinsamen Tanzen, die Missionskreise präsentierten sich und verkauften Handarbeiten für Indien und Malawi. Auch die Bruderschaft aus Hoisten war mit einer Ausstellung dabei, während die Kinder- und Jugendgruppen zum Kickerspielen oder Karaokesingen einluden. Während des gesamten Tages lief eine Bilderpräsentation mit rund 1.000 Fotos aus dem Gemeindeleben.
Die Moderation lag in den bewährten Händen von Joachim Braun, Leiter des Familienforums Edith Stein und Vorstandsmitglied im Neusser Katholikenrat. Für das leibliche Wohl sorgten unter anderem die KJG mit einem Suppenstand und die Frauengemeinschaft mit Kaffee und Kuchen. Bei strahlendem Sonnenschein verweilten daher viele Besucher bis in den Nachmittag hinein auf dem Gelände rund um die Kirche. Um 17.00 Uhr beschloss ein Gebet den Tag.

„Das bedeutet ein ganz anderes Gefühl für Gemeinde“, beschrieb Matthias Schmitz, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Paulus / Weckhoven, seine Erlebnisse. Mit diesem Eindruck gingen sicherlich viele nach Hause. Sie konnten erfahren, dass Pfarrgemeinden auch in Zeiten von Spar- und Fusionsplänen noch eine ungeheure Strahlkraft haben.